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Viele warten schon auf den Besuch der Könige

Von: Sebastian Dreher
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Unterwegs in Mariadorf: (v.l.) Sabine Juchem (Begleiterin), Benedict Heidbüchel, Renate Reich (Begleiterin), Anna-Lena Hupfauer und Frederick Schmertz beim Anbringen des Segensspruchs. Foto: Sebastian Dreher

Alsdorf/Herzogenrath. Der Himmel meint es an diesem Morgen gut mit Benedict Heidbüchel, Anna-Lena Hupfauer und Frederick Schmertz. Milde zehn Grad und Sonnenschein, dazu ein frischer Wind. Die drei Sternsinger haben sich im Pfarramt St. Mariä Empfängnis getroffen, um ihre Runde durch Mariadorf zu drehen. Am Vortag waren sie schon fast vier Stunden unterwegs - im strömenden Regen.

Durchgefroren und nass bis auf die Knochen haben sie vorzeitig aufgehört und sind zurückgetrottet. An diesem Morgen jedoch wollen sie die ausgelassenen Straßenzüge nachholen.

Über 3000 Projekte

Als eine von acht Mariadorfer Gruppen sammeln die drei Schüler als die Könige aus dem Morgenland verkleidet für das Kindermissionswerk. In Aachen ansässig, hat das Hilfswerk die „Aktion Dreikönigssingen” 1959 ins Leben gerufen. Zusammen mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) schickt das Kindermissionswerk bis heute bundesweit Sternsingergruppen auf den Weg. Deren unermüdlichem Einsatz ist es zu verdanken, dass mehr als 3000 Kinderhilfsprojekte in Asien, Ozeanien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa organisiert werden können.

Die elfjährige Anna-Lena trägt in diesem Jahr den Stern, Benedict ist für die Sammelbüchse verantwortlich. „Wir müssen jetzt erst mal dorthin laufen, wo wir am Mittwoch aufgehört haben”, sagt Renate Reich. Die Ehrenamtliche begleitet seit nunmehr 16 Jahren die Kindergruppen auf ihren Streifzügen.

Aus Erfahrung weiß Reich genau, wo Spenden zu erwarten sind. „Hier links müssen wir nicht klingeln.” In den grauen Bergarbeiterhäusern wohnen hauptsächlich türkische Familien, die mit christlichen Bräuchen vielfach wenig anfangen können. Manchmal kommt es allerdings anders als gedacht: „Gestern waren wir an der Moschee an der Blumenrather Straße”, sagt Reis. „Nach kurzer Erklärung, dass wir für Kinder auf der ganzen Welt sammeln, haben uns die Leute gerne etwas gegeben.”

Die drei Schüler machen auf ihrer Tour unterschiedlichste Erfahrungen. Während sie an einigen Häusern abgewiesen werden, scheinen andere Anwohner sehnsüchtig auf die Kinder zu warten. Eine ältere Frau ruft von der gegenüberliegenden Straßenseite herüber: „Kann ich noch schnell die Zeitung holen, bevor Ihr bei mir seid?” Ja natürlich, dafür gehen die Sternsinger gerne einen kleinen Umweg. „Hier wohnt der Vater von Torsten Frings”, verkündet Frederick begeistert. „Der Nationalspieler.” Leider ist keiner zu Hause.

Am Ende der Tour sind die Kinder zufrieden mit ihrem Ergebnis. Die Sammeldose raschelt vielversprechend, und Süßigkeiten haben die Drei auch bekommen. „Immer mehr Leute stecken Scheine statt Münzen in die Büchse”, sagt Reich. Das macht sich beim Kassensturz im Pfarramt bemerkbar.

Im vergangenen Jahr haben die Sternsingergruppen alleine in Mariadorf fast 4000 Euro gesammelt, und in diesem Jahr sieht es auch wieder gut aus. Dazu kommt noch das Geld, das die Leute nach dem abschließenden Gottesdienst spenden oder direkt im Pfarramt abgeben. Anna-Lena, Benedict und Frederick sind stolz auf ihren Beitrag. „Hat Spaß gemacht”, sagen sie gemeinsam. „Im nächsten Jahr gehen wir wieder los.”

Rodas Sternsinger sammeln 48.500 Euro

Herzogenrath. Mächtig stolz können die Sternsinger der Rodastadt sein: Die Kinder sammelten in den vergangenen Tagen einen Gesamtbetrag von 48495,80 Euro. Er setzt sich zusammen aus 13405,87 Euro aus der Fusionspfarre St. Willibrord, Merkstein; 3415,98 Euro aus St. Josef, Straß; 8319,42 Euro aus der Fusionspfarre St. Gertrud, Herzogenrath-Mitte sowie 23354,53 Euro aus der Fusionspfarre Christus unsere Friede, Kohlscheid.

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