Herzogenrath - Viel Prominenz feiert (mit) Merksteins Genossen

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Viel Prominenz feiert (mit) Merksteins Genossen

Von: mabie
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Mit der ältesten noch erhaltenen Ortsvereinsfahne: (v.l.) Ortsvereinsvorsitzender Günter Prast, Stadtverbandsvorsitzender Robert Savelsberg, die Geehrten Angelika Prast, Werner Prinz und Lothar Vierbuchen sowie MdL Eva-Maria Voigt-Küppers, Ex-Staatssekretär Achim Großmann und Jubilar Robert Saremba. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Der Festsaal des Walter-Heckmann-Senioren- und Sozialzentrums der AWO an der Marie-Juchacz-Straße war voll besetzt, als der SPD-Ortsverein Merkstein sein 100-jähriges Bestehen feierte.

Natürlich war auch viel Prominenz zugegen – dazu gehörten der Unterbezirksvorsitzende Martin Peters ebenso wie der zwar CDU angehörige, aber dennoch gern gesehene Bürgermeister Rodas, Christoph von den Driesch.

Letzterer hielt eine sogar von echten Urgesteinen unter den Genossen viel bewunderte Ansprache: „Wir feiern den Ortsverein einer starken Partei, die deutsche und europäische Geschichte maßgeblich mitgestaltet hat“, sagte von den Driesch. Das Wirken nicht nur der Gründerväter dieses Ortsvereins sei ein Fortschritt für die sozialdemokratische Geschichte der Stadt und für die soziale Gerechtigkeit gewesen, was sich auch in der Gründung der AWO vor Ort 1923 niedergeschlagen habe. Angesichts des Lobes blieb auch dem Ortsvereinsvorsitzenden Günter Prast nur ein dickes Dankeschön an den Bürgermeister.

Tiefen und Höhen

Prast selbst wagte einen kleinen Blick in die Geschichtsbücher, wobei er sich an viele Tiefen, wie nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 oder die schweren Jahre während der Weimarer Republik, aber auch an Höhepunkte wie den aufblühenden Bergbau dank der Grube Adolf erinnerte. „Dabei war die Mitgliedschaft von Sozialdemokraten in gemeinnützigen Organisationen immer selbstverständlich“, sagte Prast. Maßgebliche Vereinsarbeit wie bei Concordia Merkstein, dem SVS, der AWO oder beim Gewerbeverein sorgten auch dafür, dass das abwechslungsreiche Programm um die eine oder andere Überraschung erweitert wurde. So spielten die Musiker der Freiwilligen Feuerwehr aus Merkstein schon gut eine Stunde nach Festbeginn ihr „Glück Auf!“, das am Ende vor dem großen Festessen aber nochmals inbrünstig mitgesungen wurde.

Tanzdarbietungen wie vom TSC Merkstein, die atemberaubende Breakdance-Show der Falken, Musik von der Übach-Palenberger Sängerin Alina Sebastian und dem Volksmusikorchester Merkstein sowie die Moderation von Michael Esser: An diesem Abend stimmte alles.

Da passte auch der tiefe Blick von Achim Großmann in die Archive und Geschichtsbücher dazu. Der frühere Staatssekretär blickte in die Historie der Genossen in der Region, berichtete in seiner Festrede von den Schikanen und Schwierigkeiten, denen sich die Genossen immer wieder ausgesetzt waren. Bestes Beispiel dafür war das frühere Wahlrecht, das gemäß Steuerkraft vergeben wurde und so den SPD-nahen Arbeitern kaum die Chance gab, überhaupt wählen zu gehen. „Dazu wurden die Wahltermine noch so gelegt, dass Werktätige gar nicht wählen gehen konnten“, sagte Großmann. Aber auch das seien Geschichten, schloss er, „die man kennen muss, um zu wissen, warum wir so unheimlich stolz auf diese Partei sind“.

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