Viel Arbeit wartet auf das Team vom Bau

Von: Georg Pinzek
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Setzt auf positive Impulse für die Stadt Würselen: Till von Hoegen. Foto: Wolfgang Sevenich
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Mitten in der Innenstadt: Die Ruine der Nadelfabrik Singer ist seit Jahren ein Schandfleck. Die Entwicklung des Areals steht 2013 ganz oben auf der Agenda. Foto: Georg Pinzek

Würselen. In Sachen Stadtentwicklung hat Würselen viele Baustellen. Das ist gut so. Denn Stillstand kann sich eine Stadt, die zukunftsfähig bleiben will, gar nicht leisten. Sparen um jeden Preis kann in diesem sensiblen Bereich die Bürger teuer zustehen kommen. Der Ruf als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort wird wohl besser nicht aufs Spiel gesetzt.

 Das Image, das Würselen in der Region genießt, ist überdurchschnittlich. Auch abzulesen an überdurchschnittlichen Immobilienpreisen. Bauland in Würselen ist gefragt. „Kapellenfeldchen“, das größte Baugebiet in der Stadtgeschichte für über 750 Neubürger, ist bereits zum größten Teil vermarktet. Die Baustraßen waren noch gar nicht fertig, da war die Zahl der Grundstücke, die noch zu haben sind, schon recht übersichtlich.

Gerechnet wird mit einem Investitionsgesamtvolumen für das neue Wohnquartier von 80 Millionen Euro. In direkter Nachbarschaft macht der 40 Millionen Euro teure Anbau am Medizinischen Zentrum gute Fortschritte. Würselen boomt. Das freut nicht zuletzt die Stadtplaner. Als Chef im Rathaus für diesen Bereich kann sich der Technische Beigeordnete Till von Hoegen nicht über Arbeitsmangel beklagen. „Ich freue mich auf spannende Projekte, die wir in diesem Jahr realisieren oder einen entscheidenden Schritt in der Planung weiterbringen wollen“, sagt er zuversichtlich.

Beim Blick auf besonders prominente städtische Baustellen steht allen voran das Singer-Gelände: „Das ist im Moment natürlich unsere größte Baustelle“, ordnet Till von Hoegen das für die Innenstadt so bedeutende Projekt ein. „Wir haben mit dem ersten Bebauungsplanentwurf, der basiert auf dem im Rat vorgestellten Konzept von Investor Albert C. Blok, eine frühzeitige Trägerbeteiligung durchgeführt. Dabei sind einige Bedenken, die auch schon in der Bürgerbeteiligung geäußert wurden, aufgegriffen worden.

Da geht es unter anderem um die Verkehrsproblematik (Bahnhofstraße/Kaiserstraße), da geht es um Altlasten. Das sind aber alles keine Probleme, die unlösbar erscheinen. Der Investor führt zurzeit Kaufverhandlungen um Grundstücke, die an das Singergelände angrenzen. Er hat bereits einen Mietvertrag mit einem Ankermieter unterschriftsreif und führt Gespräche mit diversen weiteren Ankermietern. Bis zur nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses werden wir mehr wissen. Anfang März wird dann der Investor über den aktuellen Planungsstand informieren.

Der Entwurf für die Singer-Bebauung wird mit den Beteiligten intensiv diskutiert. Da geht es zum Beispiel um die Dichte der Wohnbebauung oder die Qualität der Gewerbeobjekte. Da wird viel im Vorfeld festgelegt. Das ist zur Sicherheit der Stadt und des Investors und dient der Vorbereitung des städtebaulichen Vertrags. Ich gehe davon aus, dass wir Ende 2013 noch kein Baurecht haben, aber wir werden entscheidende Schritte weiter sein.“

Tiefbaustelle an St. Sebastian: „Es ist allerhöchste Eisenbahn, dass wir den Straßenraum da aufpolieren. Wir werden mit der Baumaßnahme ‚An St. Sebastian/Sebastianus-, Driescher - und Wilhelmstraße‘ Mitte März beginnen. Das erhöht natürlich auch den Handlungsdruck auf die Pfarre St. Sebastian, ob sie als Anlieger im Rahmen des Kirchlichen Immobilien-Managements dort irgend etwas ändern möchte. Wenn das gewollt ist, dann können wir das berücksichtigen.

Der Scheuten-Neubau am Kank gegenüber von St. Sebastian ist eine große Bereicherung. Der ist perfekt an dieser Stelle. Ich bin heilfroh, dass wir diesen wichtigen Bereich unseres Stadtbildes endlich aufwerten können. Das gelingt uns aber nur durch entsprechende Förderung. Jeder weiß, wie es um die Zukunft solcher Möglichkeiten bestellt ist.“

Offene Baustellen sind Turnhallen in Würselen. Vereinen und Schulen fehlen diese Sportstätten an allen Ecken und Enden. Der Technische Beigeordnete weiß das: „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Halle Krottstraße. Dass wir krebserregende Baustoffe gefunden haben, hat die Sanierung nicht gerade beschleunigt. Ich hoffe trotzdem, dass wir den Kostenrahmen von 1,8 Millionen Euro unterschreiten können. Im Sommer soll die Halle wieder zur Verfügung stehen.

In einem bedauernswerten Zustand ist die kleine Halle am Markt in Weiden. Das ist lange bekannt, da ist auch lange nichts investiert worden. Heizung und Elektrik mussten für mehrere Tausend Euro saniert werden, weil die Halle gebraucht wird. Da ist auch keine Alternative in Sicht. Für eine Kernsanierung müsste man eine knappe halbe Million Euro in die Hand nehmen, das für eine Halle, die eigentlich zu klein ist.

Die Schäden an der Halle Parkstraße sind nicht so gravierend wie an der Krottstraße. Die Kosten werden zurzeit ermittelt. Das undichte Bitumendach von Anfang der 70er Jahre ist wieder dicht. Dämmung und Belüftung sind nötig. Wenn wir mit der Krottstraße fertig sind, legen wir an der Parkstraße los.“

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