Alsdorf - Verzicht auf das Stadtdach am Denkmalplatz ist Fakt

Verzicht auf das Stadtdach am Denkmalplatz ist Fakt

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf. Die Politik hat mit überwältigender Mehrheit entschieden: Der Denkmalplatz bekommt kein Stadtdach! Vorsitzender Gustl Rinkens (SPD) gab im Ausschuss für Stadtentwicklung dem Thema den Vorzug in der Tagesordnung und dem Architekten Hans-Willi Mertens die Gelegenheit, Veränderungen in den Plänen vorzutragen.

Nach wachsender Kritik an jenem „Stadtpavillon”, der anstelle des zunächst vorgesehenen Gastro-Kubus an der Kreuzung mit der Rathausstraße errichtet werden sollte, entschloss sich die Ratsmehrheit, die Reißleine zu ziehen. CDU und SPD formulierten in ihrem gemeinsamen Antrag auch die Sorge um die Kosten, die sie bei 150.000 Euro ansiedelten.

Im Übrigen missbilligte die interessierte Öffentlichkeit auch die Optik des Viersäulenbauwerks mit schrägem Dach. Nun sollen Baumreihen „mit begleitendem Grün” bis an die Kreuzung herangezogen werden. Zudem soll das Terrain mit Niedrigenergie-Leuchten ausgestattet werden.

Allein die Grünen konnten der Idee Pavillon grundsätzlich Positives abgewinnen. Im Ausschuss nannte Hartmut Malecha den Architektenvortrag einen „heroischen Versuch”, doch noch einen Stadtplatz zu schaffen. Aber das müsse geschehen „durch Raum”, nicht mit einer uferlosen Riesenfläche entlang „einer renovierungsbedürftigen Häuserzeile”. Der Pavillon hätte auch eine begehbare Terrasse sein können, brachte Hartmut Malecha noch ein. Aber „das, was Sie mal die âNase der StadtÔ genannt haben, haben Sie jetzt plattgeklopft.”

Es fehle an Grün in diesem Bereich bis hinein zur Bahnhofstraße, verteidigte Bernd Mortimer (CDU) den aktuellen Ansatz. Nach Aufgabe des Glaskubus´ sei man mit dem Architekten bemüht, Vernünftiges für den Flecken zu entwickeln, auch in Verbindung mit der Kunstmeile.

„Erst Grün fort - jetzt Grün zurück?” Hartmut Malecha forderte, das Verfahren noch einmal zu beginnen, und zwar über einen Architektenwettbewerb. Den aber, belehrte der Ausschuss, habe es bereits gegeben und sei Grundlage des aktuellen Handelns. Und darin sei eine positive Linie zu finden, sagte Heinrich Plum (SPD). Es werde kein negativer Fokus auf Alsdorf gerichtet, würde er nicht herbeigeredet, kritisierte er den Grünen-Sprecher.

Ein kleines „Dach” könne dennoch über dem neuen Stadtplatz schweben, bestätigte Hans-Willi Mertens die Anfrage von Heinrich Plum. Vorgesehen sind Bodenhülsen, die ein Sonnensegen tragen können. Eine kleine Attraktion mehr für das Veranstaltungsumfeld, das sich auf dem neuen Denkmalplatz entwickeln soll.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert