Verschiedene Genres locken Besucher zur vierten „Zeitenwende”

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
kuturnachtsylbu
Voller Stimmgewalt: Die Band „Syl´n´Dan” überzeugte das Publikum auf Burg Rode mit seinen unverwechselbaren Texten und Melodien. Foto: Elisa Zander

Herzogenrath. Das Stück des Aixpertentheaters ist einer von drei kulturellen Höhepunkten der „Zeitwende”, der Kulturnacht in Herzogenrath, gewesen. Bereits zum vierten Mal haben das Soziokulturelle Zentrum Klösterchen, der Verein Peperoni und das Kuratorium Burg Rode mit dem Kulturamt ein vierstündiges Programm auf die Beine gestellt.

Wie in den vergangenen Jahren wurde die Kulturnacht als Shuttle-Tour am Abend vor der Zeitumstellung angeboten. Regisseurin Katrin Bremer vom Aixpertentheater hatte „Weiss” ausgewählt. „Tod und Abschied sind kein Tabu-Thema. Es ist wichtig, sich auf künstlerische Art in alltäglicher Form damit auseinanderzusetzen.” Ein ausgefallenes Bühnenbild und Kostüme, die die Lebensarten der Charaktere widerspiegelten, hatte die Regisseurin ebenfalls organisiert und selbst gestaltet.
Gut eineinhalb Stunden zuvor hatte die Kulturnacht auf der Burg Rode mit peppiger und zu Herzen gehender Musik von „Syl´n´Dan” begonnen. Die Wurzeln der Kompositionen liegen in den Querflötenklängen und dem Gesang von Sylvia Noel. Zusammen mit ihren Kollegen Daniel Wiegand, Werner Fink und Andreas Wohlfahrt begeisterte sie die Zuhörer mit vielfältigen Melodien und Texten.

Alle Songs tragen zwar deutsche Titel, haben aber englischsprachige Liedtexte. So auch das Stück „Das Haus”, das eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte hat. Daniel Wiegand schrieb es einst auf einem Campingplatz in den Niederlanden - nachdem er bei Bekannten einen Horror-Film gesehen hatte. „Auf dem Weg zurück zum Wohnwagen war die Atmosphäre unter dem Eindruck des Horror-Streifens - doch etwas gruselig”, gestand er. So summte er zur Ablenkung vor sich hin - mit dem Ergebnis, einen neuen Song komponiert zu haben.

Großen Applaus gab es auch für den dritten und letzten Programmpunkt der „Zeitenwende”: Anna Barbara Hagin und Irmgard Hirnsted präsentierten mit Witz und Charme „36 Stunden. Die Geschichte vom Fräulein Pollinger” nach dem Erstlingsroman des österreichisch-ungarischen Dramatikers Ödön von Horváth.

Die Veranstalter waren rundum zufrieden mit der vierten Auflage der „Zeitenwende”, einer Kulturnacht der besonderen Art, die für alle Geschmäcker aus verschiedenen Genres etwas zu bieten hatte. Schon jetzt freuen sich Veranstalter und Besucher gleichermaßen auf die hoffentlich folgende nächste Auflage im kommenden Jahr.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert