Verkehrsführung unter die Lupe nehmen

Von: Holger Bubel
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Die Arbeiten sind in vollem Ga
Die Arbeiten sind in vollem Gange: Ein Zaun in Kombination mit Gabionenmauern soll eine Querung über die lange Mittelinsel der Bahnhofstraße verhindern. Fots: Holger Bubel

Alsdorf. Der neu gestaltete Bahnübergang mit Doppelkreisel am Zentraler Omnibusparkplatz (ZOB) ruft bei jedem Verkehrsteilnehmer unterschiedliche Regungen hervor.

Nachdem bereits die Ampel an der Ausfahrt Weinstraße bei geschlossener Bahnschranke Diskussionen hervorgerufen hatte, die „lange” Wartezeit vor eben dieser für Autofahrer und Fußgänger sowie der Rückstau des rollenden Verkehrs ab von der eigentlichen Bahnanlage hinunter zum Kurt-Kobliz-Ring, wurde bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung weitere Kritik laut. Auf Antrag der CDU und der Grünen wurden Ausführungen der Verwaltung eingefordert.

Besonders Hartmut Malecha von den Grünen ging mit dem Status Quo an der gesamten Anlage harsch in die Kritik. Er bemängelte gleich vier Missstände, zu denen Michael Göttgens, Leiter des Fachgebiets Hoch-, Tiefbau und Verkehr, und Georg Felkel, zuständig für Verkehrsplanung, Tiefbau, ÖPNV, Stellung nahmen.

Malecha mahnte das „wilde Queren” von Fußgängern - besonders von Schülern, die ihre Anschlüsse erreichen wollten - aus dem Bereich Weinstraße hin zum ZOB und der Haltestelle der Euregiobahn an und schlug einen Fußgängerweg dort vor. Georg Felkel erläuterte, dass dies wegen der Sicherheitsforderungen für den Schienenverkehr durch die Landeseisenbahnaufsicht nicht möglich sei. Stattdessen werde die Querung über die lange Mittelinsel in der Bahnhofstraße durch die Anlage eines Zauns in Kombination mit Gabionenmauern in einer Höhe von 1,20 bis 1,50 Metern bis zur zukünftig gepflasterten Mittelinsel verhindert werden soll. Die Arbeiten dazu sind derzeit in vollem Gange.

Auch die Einfahrt aus dem Kreisverkehr in die Prämienstraße brennt den Grünen auf den Nägeln: „Der Ausfahrtswinkel lässt dort eine hohe Geschwindigkeit zu, außerdem können besonders Kinder wegen des dortigen Verteilerkastens nicht ausreichend in den Kreis einblicken und werden auch von den Autofahrern nicht gesehen”, führte Malecha aus. Dass der Ausfahrtswinkel aus Gründen der Verkehrsführung auch größerer Fahrzeuge wie Lkw oder Linienbusse nicht zu ändern sei, erwiderte Felkel.

Er sicherte aber auch zu, dass man den Standort des Verteilerkastens noch einmal unter die Lupe nehmen und prüfen werde, ob dieser versetzbar sei. „Dieser Kasten ist von der Post dort installiert worden. Es ist ja nicht damit getan, die sichtbare Hardware umzusetzen, auch die Kabelanlage innen müsste verlegt werden”, erinnerte Felkel.

Und, erläuterte der Verwaltungsmann zudem, verkehrsrechtlich sind auch dort querende Fußgänger untergeordnet, der rollende Verkehr habe Vorfahrt: Würde man nämlich einen Zebrastreifen dort anlegen, könnte sich der Kraftverkehr im ungünstigsten Fall bei Schließung der Schranken noch auf den Gleisen befinden. „Und das möchte wohl niemand verantworten”, stellte Felkel mit Rückendeckung durch die Landeseisenbahnaufsicht fest.

Zu guter Letzt bemängelte Malecha auch eine zu geringe Breite der Radwege an den Kreiseln. Allerdings, konnte die Verwaltung widerlegen, wurde durch den Bau des modifizierten Kreisverkehrs der Radweg nicht verändert und stelle somit den Altzustand her. Allgemein gelte, dass alle Radwegbreiten eingehalten worden seien: „Beim Umbau des Knotenpunktes wurde unter Beachtung zahlreicher Zwangspunkte - Gebäude, Fahrbahnränder, Bahnanlage, Eigentumsverhältnisse etc. sowie der erforderlichen Kfz-Schleppkurven - das Optimum an Platzangebot hergestellt”, erklärte die Verwaltung. Als kombinierter Fuß-/Radweg ausgewiesen, könne unter gegenseitiger Rücksichtnahme außerdem die gesamte Breite der „Nebenanlage” in Anspruch genommen werden.

Abschließend durften die verantwortlichen Mitarbeiter des Fachgebiets Verkehrsplanung vermelden, dass die von den grünen bemängelte Straßenbeleuchtung zwischenzeitlich verändert wurde. „Die Hellux 500 Dekoleuchten wurden durch Hellux Bügeleisenleuchten ausgetauscht. Dadurch wurden sowohl die Helligkeit als auch die Lichtstreuung verbessert.” Die Ausschussmitglieder nahmen die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis, mahnten aber auch die dortige Situation im Auge zu behalten und gegebenenfalls auf den Vorschlag Malechas, die Verkehrssituation von Verkehrsexperten der FH Aachen analysieren zu lassen, Rückgriff zu nehmen.
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