Verkauf von Burgern ist nicht in Gefahr

Von: Holger Bubel
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Wechselt den Eigentümer, aber
Wechselt den Eigentümer, aber nicht den Mieter: Die Immobilie an der Kreuzung Luisenstraße/Kurt-Koblitz-Ring soll für 2,2 Millionen unter den Hammer kommen. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Vor gar nicht langer Zeit ist die „Burger King”-Restaurant-Kette in der Region arg in die Schlagzeilen geraten - obgleich das nicht an der in München ansässigen Company lag.

Ein Dürener Franchise-Lizenznehmer musste gleich fünf Filialen schließen, hatte unter anderem die Mitarbeiter nicht mehr bezahlt, die vor das Arbeitsgericht gezogen waren.

Nicht davon betroffen war damals die „Burger King”-Filiale in Alsdorf an der Luisenstraße. Diese jedoch steht jetzt im Fokus, unfreiwillig, und nach Informationen, die dieser Zeitung vorliegen, einmal mehr ohne das Verschulden der Company: Die Immobilie, die sich (noch) im Besitz eines Jülicher Geschäftsmannes befindet, steht im Wege der Zwangsvollstreckung zur Versteigerung an. Gläubigerin ist die Dürener Sparkasse. Im Januar wird vor dem Amtsgericht Aachen das Gebäude, das 1997 errichtet wurde, „unter den Hammer” kommen.

Das Schnellrestaurant mit Drive-In, Außenterrasse, Spielplatz und 37 Parkplätzen „für die hungrigen Gäste” ist beliebte Anlaufstelle für Burger-Fans. Das zweigeschossige Hauptgebäude mit einem ausgebauten Dachgeschoss hat eine Nutzfläche von etwa 437 Quadratmetern. Die sechs ausgewiesenen Einzelgrundstücke haben als wirtschaftliche Einheit 2532 Quadratmeter Gesamtfläche.

Der Verkehrswert: 2,2 Millionen Euro. Völlig überrascht von der Versteigerung zeigte sich „Burger King”-Schichtleiterin Nicole Stage am Freitagnachmittag: „Davon ist uns nichts bekannt. Die Geschäfte werden von der Company in München geregelt. Wir sind hier in Alsdorf kein Franchise-Unternehmen, sondern gehören direkt der Burger King Company.”

Dass Nicole Stage und ihre Kollegen nun ihren Job verlieren könnten und Alsdorf um eine „Gourmet-Attraktion” ärmer werden könnte, steht allerdings nicht zur Debatte. Das Fastfood-Unternehmen hat noch einen gültigen Mietvertrag bis 2020 - egal, wer das Objekt im Januar ersteigern wird.
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