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Vergraulte Saatkrähen-Paare suchen neue Bleibe

Von: -ks-
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Aus den Bäumen geschnitten: Im Baesweiler Volkspark sind die Saatkrähen durch Entfernen der Nester vergrämt worden. Foto: Klassen

Nordkreis/Aachen. Es ist schon eine Weile her, dass die Saatkrähe Vogel des Jahres war. 1986 war dies der Fall, wie Hans Raida weiß. Der passionierte Hobby-Biologe und Freund der Historie hat natürlich eine entsprechende Publikation zur Hand.

Der Herzogenrather ist oft unterwegs, um nicht nur bei diesen Vögeln nach dem Rechten zu schauen. Das Thema Saatkrähen im Nordkreis ist hochaktuell, nachdem mit Genehmigung der Unteren Landschaftsbehörde der Städteregion die Kolonie im Baesweiler Volkspark vergrämt worden war, dann ein solches Vorgehen bei der Population am Saint-Brieux-Platz in Alsdorf abgelehnt wurde und man nun gespannt ist, wohin sich die 109 Brutpaare aus Baesweiler orientieren.

109 Brutpaare; nach Setterich oder Siersdorf?

„In den ehemaligen Horstbäumen in Baesweiler hängen Blecheimer, um die Tiere fern zu halten”, berichtet Raida, der aktives Mitglied des Naturschutzbundes Deutsch (Nabu), Kreisverband Aachen-Land, ist. Am vom Mensch vorgesehenen neuen Standort, im Gehölz in der Nähe des Strom-Umspannwerks zwischen Setterich und Siersdorf, haben sich die so vertriebenen Vögel jedenfalls noch nicht niedergelassen, haben Raida und weitere Nabu-Leute festgestellt. Allerdings sei es noch zu früh, um zu sagen, ob dieser Standort angenommen wird oder nicht.

Erst im März werden die Brutpaare Quartier machen und sich festlegen, in welchem Umfeld sie nisten und ihre Brut aufziehen wollen, sagt Raida. Erfahrungsgemäß gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wird eine neue, kleinere Kolonie an einem völlig neuen Standort gegründet und/oder die vergraulten Saatkrähen gesellen sich zu einer anderen bestehenden Kolonie Ihresgleichen, die zumeist nicht weit entfernt liegt. Da bietet sich zum Beispiel die „Niederlassung” an der Wolfsgasse in Setterich an.

Die Verteilung und die Größe der Kolonien in der Region

Durch regelmäßige Zählungen besteht ein recht guter Überblick über die Saatkrähenkolonien in der Städteregion Aachen.

Mit Stand des Jahres 2010 befinden sich in Alsdorf am Saint-Brieux-Platz (Kolonie besteht seit 1999) 78 Brutpaare. Im Baesweiler Volkspark waren es vor der unlängst erfolgten Vergrämung zuletzt 109, an der Wolfsgasse in Setterich (neu seit 2008) 150 sowie in Floverich am Sportplatz 7. In Würselen wurden an der Oppener Straße 52 Nester festgestellt.

Mit Stand des Jahres 2009 waren es in Eschweiler im Bereich Inde/Omerbach 11, in Aachen-Laurensberg, Roermonder Straße, Tittardsfeld, Schulzentrum, 178 Nester, sowie in Aachen an der Heinrichsallee 57, am Seffenter Weg 29 und Am Wilkensberg 7.

„Während sich die Bestände in der Städteregion nur allmählich stabilisieren, ist die Entwicklung im Kreis Heinsberg 2009 deutlich besser. In 21 Kolonien wurden 1521 Nester gezählt”, hat hierzu Nabu-Mitglied Hans Raida akribisch festgehalten.

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