Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Netzwerke knüpfen

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Sonja Liebsch (links) und Nive
Sonja Liebsch (links) und Nives Mestrovic - Foto: Conny Stenzel-Zenner

Herzogenrath. Zehn Jahre haben Maxi und Hanna - beide Mitte 30 - nichts mehr voneinander gehört. Dabei waren die beiden Rheinländerinnen bis zu Maxis Hochzeit beste Freundinnen. Damals hatte ein Tsunami in weiß für die anhaltende Funkstille gesorgt.

Ausgerechnet beim Surfen im Internet treffen sie sich wieder. Ein paar E-Mails später stellen Maxi und Hanna fest, dass sie inzwischen wieder einiges gemeinsam haben: Einen ganzen Stall voller Blagen, Dauerstress im Alltag und keine Aussicht auf ein geregeltes Einkommen. Endlich sind sich die zwei wieder einig: Für ihr Mutterglück brauchen sie ganz schnell einen Job ?

Die Autorinnen des Romans „Muttertier @n Rabenmutter”, Sonja Liebsch und Nives Mestrovic, waren wirklich beste Freundinnen, als sich sie wegen des Studiums verloren haben.

„Wir haben uns vor drei Jahren in einem sozialen Netzwerk wieder getroffen”, erzählt Sonja Liebsch, die nun ihre Freundin öfter sieht. Immer dann, wenn sie sich gemeinsam zu Lesungen aufmachen: Sonja Liebsch, die längst am Bodensee wohnt, und Nives Mestrovic, die in Mönchengladbach ihr Zuhause hat.

Die beiden Mütter erzählen im Roman über ihre Jobsuche, eine Geschichte, wie sie das Leben eben schreibt. „Und am Ende hoffen wir, dass die Frauen, die unsere Geschichte lesen, sich gegenseitig unterstützen werden, Netzwerke knüpfen und Hilfe suchen, wenn sie arbeiten, aber eben auch Mutter sein wollen”, sagt Nives Mestrovic mit einem Lächeln.

Die Autorinnen waren in den Herzogenrather Bahnhof gekommen, um beim Frühstück im FrauenKomm auf Frauen zu treffen, die interessiert der abwechslungsreichen Lesung zuhörten.

„Zum 6. Frauen-Kulturfrühstück haben wir geladen, um den Frauen neben der Lesung die Möglichkeit zum Austausch zu geben”, erklärt Birgit Kuballa, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herzogenrath, die sich sehr über den Andrang freute.

Der Roman ist fertig. Aber blieb denn neben dem Job und der Familie genug Zeit, um in Ruhe an dem Manuskript zu arbeiten? „Die Frage muss anderes herum gestellt werden: Blieb neben dem Manuskript noch Zeit für Job und Familie? Ich bin an meine Grenzen gestoßen, und meine Tochter, Familie und Freunde waren heilfroh als ich sagte: Es ist vollbracht.”
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