Herzogenrath - Verdächtige gesteht fremdenfeindliche Beleidigungen

Verdächtige gesteht fremdenfeindliche Beleidigungen

Von: bea/pol
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Konfrontation mit dem Ort des
Konfrontation mit dem Ort des schrecklichen Geschehens: Selma S. fragt sich auch, warum niemand zu Hilfe kam. Jetzt hat die Einsatzgruppe Remok die Tatverdächtigen ermitteln können. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Nach dem gewalttätigen Übergriff auf zwei türkisch stämmige Frauen am vergangenen Donnerstag hat die Einsatzgruppe Rechtsmotivierte Kriminalität (Remok) die Ermittlungen fast abgeschlossen - mit Erfolg.

Bei den beiden 23- und 33-jährigen Tatverdächtigen handelt es sich um ein zusammenlebendes Pärchen aus Alsdorf. Beide sind polizeilich bereits wegen Körperverletzungs- und Drogendelikten in Erscheinung getreten, stammen aber nach bisherigen Erkenntnissen nicht aus dem rechten Spektrum.

Die 23-Jährige hat bei ihrer ersten Vernehmung ein Teilgeständnis abgelegt und dabei unter anderem die fremdenfeindlichen Beleidigungen gegen die Frauen eingestanden. Letztlich habe es Streit um die Parkbank gegeben, gab sie an. Der Mann hingegen, der sich dem polizeilichen Zugriff zunächst entziehen wollte, hat sich bisher nicht geäußert, wie die Polizei mitteilt.

Nach noch ausstehenden Zeugennachvernehmungen, so erläutert Polizeisprecherin Sandra Schmitz, wird der Fall nun unverzüglich dem Staatsanwalt übergeben - mit dem Grundvorwurf „schwere Körperverletzung”. Eine Opferschützerin der Aachener Polizei betreut die beiden geschädigten Frauen.

In Zusammenhang mit der brutalen Attacke hat ein vorwurfsvolles Schreiben unsere Redaktion erreicht - offenbar in Unkenntnis der bisherigen Berichterstattung: Warum „nie” berichtet werde, wenn Ausländer Opfer von Gewalt würden, möchte der anonyme Schreiber wissen. Ähnliche Vorfälle habe es in der Vergangenheit schon gegeben.

„Wir können uns nur auf das berufen, was uns gemeldet wird”, betont Polizeisprecherin Schmitz. Ihr Appell: „Wir sind an jeglichen Hinweisen im Sinne der Tataufklärung sehr interessiert.”

Weitere aktuelle fremdenfeindliche Vorfälle in der Region seien ihr nicht bekannt.
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