Herzogenrath - Verbrannte Kartons sorgen für Feuerwehrgroßeinsatz

Verbrannte Kartons sorgen für Feuerwehrgroßeinsatz

Von: Beatrix Oprée
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Drehleiter, Rettungshubschrauber und jede Menge Personal: Verbrannte Kartons sorgten für einen Großeinsatz in Merkstein. Foto: Beatrix Oprée
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Der Wehr ein „Dorn“ im Auge: Einweggrills könnten zurzeit einfach zu heiß werden. Foto: stock/Schöning

Herzogenrath. Einen Kaminbrand vermeldet zu bekommen, erschien den Wehrleuten auf der Hauptwache an der Erkensmühle zunächst ungewöhnlich – mit Blick auf die sommerliche Hitze. Tatsächlich aber war so starker Rauch aus dem Schornstein eines Hauses an der Geilenkirchener Straße, Höhe August-Schmidt-Platz aufgestiegen, dass Zeugen Anlass zur Sorge hatten.

Ein Großaufgebot an Löschfahrzeugen rückte unter Leitung von Brandinspektor Markus Albert unverzüglich aus. Da der Bewohner des Hauses nicht öffnete und auch eine Nachbarin schon vergeblich versucht hatte, Kontakt zu dem Mann aufzunehmen, wurde der Rettungsdienst nachalarmiert, wie der Wehrsprecher, Stadtbrandinspektor Thomas Hendriks, berichtet. So kreiste über der Feuerwehrfahrzeug-Ansammlung, die für einen deutlichen Rückstau auf der Hauptverkehrsstraße sorgte, auch noch der Rettungshubschrauber.

Doch dann konnte schnell Entwarnung gegeben werden: Als zwei Wehrmänner mit der Drehleiter nach oben schwebten, meldete sich der Hausbewohner unversehrt. Pappkartons habe er in seinem Kamin verbrannt, dadurch sei es offensichtlich kurzzeitig zu starker Rauchentwicklung gekommen, erklärte er.

Die Wehrleute in luftiger Höhe kontrollierten den Kamin und spiegelten ihn sicherheitshalber. Dabei wurden keine weiteren Feststellungen gemacht, so dass die reichlich eingetroffenen Rettungskräfte unverrichteter Dinge wieder abrücken konnten. Nach gut 20 Minuten war der Einsatz beendet.

Angefeuerte Kamine indes sieht die Feuerwehr in diesen (Hunds-)tagen gar nicht gerne: „Der Qualm kann nicht richtig abziehen“, dazu müsse es erst wieder kälter werden, weist Thomas Hendriks auf die derzeitige drückende Wetterlage hin. Aufgrund der Trockenheit bestehe ohnehin eine „sehr angespannte Situation“. Den offenes Feuer jeglicher Art kann zündende Wirkung haben.

„Sehr gefährlich“

Entsprechend belehrt werden musste da offenbar auch ein Bürger, der an der Klosterstraße in Kohlscheid zum Vernichten von Gartenabfällen ein Feuerchen in seinem Garten entzündet hatte und damit die Herzogenrather Wehrleute am Donnerstagnachmittag erneut auf Trab brachte. Nutzfeuer können ebenso verheerende Wirkung haben wie eine Zigarettenkippe im Wald oder ein geparktes Auto mit heißem Katalysator auf einer hochgewachsenen Wiese.

Was Thomas Hendriks weiterhin Sorge bereitet, sind Einweggrills, um die sich vor allem junge Leute an den warmen Abenden in freier Natur versammeln. „Solche Wegwerfgrills sind zurzeit sehr gefährlich“, sagt der Experte. Zurzeit bestehe mittlere Waldbrandgefahr der Stufe 3. Auch das Umweltministerium des Landes warnt daher aktuell: „Der Landesbetrieb Wald und Holz in Münster bittet alle Waldbesucherinnen und -besucher, durch umsichtiges Verhalten bei der Waldbrandverhütung mitzuhelfen. So ist z.B. offenes Feuer im Wald verboten und Grillen nur an ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt. Auch Rauchen im Wald ist vom 1. März bis 31. Oktober nicht gestattet, weil jeder glimmende Gegenstand einen Brand verursachen kann.“

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