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VabW feiert sein 25-jähriges Bestehen

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Eine Erfolgsgarantie für 25 Jahre VabW. Foto: Joachim Peters

Alsdorf. Eigentlich sollte er in Zeiten von Bergbau-Ende und Strukturwandel im früheren Wurmrevier nur ein kurzfristiger Dienstleister im Dienste der Kommunen sein. Doch aus diesem Steuerungselement wurde eine weitihn anerkannte und bis heute unverzichtbare Institution für den Arbeitsmarkt.

Der in Alsdorf ansässige Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VabW). Jetzt wurde mit großem Bahnhof sein 25-jähriges Bestehen in der Alsdorfer Stadthalle gefeiert.

Europaparlamentarier Martin Schulz, als Würselener Kommunalpolitiker bei der Geburtststunde des VabW dabei, erinnerte sich an die Anfänge. 1983 war nach der Wurmrevier-Konferenz das Ende des Bergbaus und damit auch der EBV-Ausbildung in den handwerklichen Berufen absehbar.

Bei den Kommunalpolitikern schrillten die Alarmglocken, denn Eine Region, die ihre Ausbildungskapazitäten verliert, verliert auch die Jugend, die dann abwandert.

Dem traten der Kreis und seine Kommunen durch die Gründung des VabW entgegen. Als Spritus rector bezeichnete Schulz dabei Klaus Spille, den damaligen Leiter der VHS Alsdorf-Baesweiler.

Weitere Motoren waren der erste Vorsitzende Josef Kohnen und dann Hans Vorpeil, der dem VabW seit 24 Jahren vorsteht.

Anfangs hätten CDU und Mittelstand der Einrichtung skeptisch gegenübergestanden, doch heute spreche dort längst keiner mehr von einem roten Weiterbildungsbetrieb in der Ofdener Alfred-Brehm-Straße. Neben den erwähnten SPD-Politikern hätten nämlich auch Christdemokraten wie Karl-Heinz Dreßen (Alsdorf) und der früh verstorbene Adolf Lengersdorf (Würselen) engagiert in verantwortlicher Position im VabW-Vorstand gearbeitet.

Landrat Carl Meulenbergh lobte: Der VabW biete vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne Schulabschluss und Ausbildung eine zweite Chance.

Wie wichtig eine abgeschlossene Ausbildung für den Einstieg ins Berufsleben sei, zeige folgende Zahl: 63 Prozent der arbeitslosen Jugendlichen in Deutschland haben keinen Schul- oder Ausbildungs-Abschluss.

Nicht zu unterschätzen seien auch die Nachqualifizierungs-Angebote des VabW: Arbeitslose Jugendliche dürfen nicht aus der Übung kommen, sonst verlieren sie den Anschluss.

Kämpferisch und engagiert wie in der ersten Stunde gab sich VabW-Vorsitzender Hans Vorpeil. Es sei und bleibe Kermkompetenz des VabW, sich um benachteiligte Jugendliche im früheren Wurmrevier zu kümmern. Durch die Trägerschaft von Kreis und mehreren Kreis-Kommunen sei er ideal auf die kommende Städteregion Aachen eingestellt: Die kommunale Prägung des VabW biete hervoragende Chancen der Vernetzung.

Alsdorfs Bürgermeister Helmut Klein würdigte Hans Vorpeil als Mann, der engagiert alle Höhen und Tiefen des VabW miterlebt und gemeistert habe.

Ein solches Tief sei 2001 überwunden worden, als unter der Leitung von Landrat Meulenbergh ein Rettungspaket für den finanziell angeschlagenen VabW geschnürt worden sei.

Helmut Klein: Ich bekenne, dass ich damals meine Bedenken hatte, doch heute sehe ich den Sinn dieses Pakets ein. Dafür spreche allein die Zahl, dass derzeit der VabW 200 Jugendlichen aus Alsdorf eine Ausbildung und damit persönliche Perspektive für die Zukunft biete.

Musikalisch gestaltet wurde der Festakt von der Jungdamen-Gruppe AndersArt unter der Leitung von Vera Kerkhoffs mit einer erfrischender Darbietung moderner Evergreens.
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