Würselen - UWG: „Schmierentheater“ um Baugebiete

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UWG: „Schmierentheater“ um Baugebiete

Von: -ks-
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Würselen. Der Schlagabtausch zwischen den Fraktionen nach dem Eklat im Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss Würselen geht weiter.

Dort waren CDU-Vertreter und die Vertreterin der Grünen im Zuge eines Streits um die Vorbereitung weiterer Neubaugebiete ausgezogen. Auch der UWG-Mann hatte die Sitzung vorübergehend verlassen.

Ausschussvorsitzender Karl-Jürgen Schmitz (CDU) hatte den Vorsitz an Stellvertreterin Anna Sieben (SPD) abgegeben und forderte im Nachgang Bürgermeister Arno Nelles (SPD) auf, den von SPD (sieben Stimmen) und FDP (eine Stimme) gefassten Beschluss zu beanstanden, weil mit noch acht Mitgliedern der Ausschuss nicht mehr beschlussfähig gewesen sei. Dem widersprach SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Küppers, denn auch UWG-Vertreter Theo Scherberich sei noch anwesend gewesen.

Nicht teilgenommen

Der Betroffene weist das zurück: „Küppers ist nicht mein persönlicher Adjutant und auch nicht der Pressesprecher der UWG.“ Scherberich, der die ganze Auseinandersetzung als „Schmierentheater“ bezeichnet, habe vor der Abstimmung den Saal verlassen und zuvor seine Absicht, nicht daran teilzunehmen, deutlich formuliert. Erst anschließend sei er zurückgekehrt.

Bei der Diskussion über die Beschlussfähigkeit des Ausschusses sei die unverhofft mit der Sitzungsleitung befasste Kollegin der SPD wohl überfordert gewesen, was Scherberich aus der Situation heraus und menschlich nachvollziehen könne.

Übrigens: Scherberich sah sich von unserer Zeitung aus der Sitzung des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses vom 15. Februar falsch zitiert. Er und die UWG seien mitnichten dafür, dass die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEW) Grundstücke kauft und vermarktet. Die Auflösung: Scherberich wurde in unserem Bericht sehr wohl „korrekt“ wiedergegeben – gemäß Protokoll der Sitzung, das von der Verwaltung geführt und veröffentlicht wurde.

Dort steht: „Auch er (Scherberich) spricht sich dafür aus, dass die SEW die Grundstücke erwirbt, bevor sie entwickelt werden, um diese anschließend günstig weitervermarkten zu können.“ Daraufhin hat er nun die Stadt aufgefordert, das Protokoll zu ändern.

Es müsse heißen: „Auch er spricht sich dafür aus, dass moderate Bodenpreise gewährleistet werden müssen. Daher soll eine zukünftige Vermarktung über die Verwaltung der Stadt abgewickelt werden. Die SEW sollte, um als Gesellschaft im Fortbestand gesichert zu bleiben, nur noch als Dienstleister für die Stadt Würselen agieren.“

 

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