Würselen - Unterkunft für Asylbewerber: Sanierung dringend erforderlich

Unterkunft für Asylbewerber: Sanierung dringend erforderlich

Von: ehg
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Handlungsbedarf: Der rote Back
Handlungsbedarf: Der rote Backsteinbau an der Jülicher Straße 24, in dem 25 Asylbewerber leben, muss saniert werden. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Sechs Asylbewerber aus Mazedonien sind jetzt erst kürzlich der Stadt zur Unterbringung zugewiesen worden. Damit stetig die Zahl der Asylbewerber, um die sich die Stadt kümmern muss, auf über 100. Weitere Zuweisungen sind zu erwarten. Ihre und die menschenwürdige Unterbringung der schon länger zugewiesenen Asylbewerber stellt die Stadt vor ernsthafte Probleme.

Das förderte der Bericht der im März gebildeten Arbeitsgruppe Obdachlosenwesen zu Tage, der jetzt in der Sitzung des Ausschusses Soziales, Sport und Kultur diskutiert wurde. Besonders problematisch sei wegen baulicher Mängel und hoher Belegungszahlen die Situation in der Unterkunft Jülicher Straße 24. Dort leben derzeit unter voller Auslastung der vorhandenen Plätze 25 Männer.

Zwischenzeitlich wurden von der Verwaltung sowohl die Möglichkeiten und Kosten einer Sanierung des Gebäudes als auch die eines Neubaus geprüft. Die konkrete Vergleichsrechnung ergab, dass eine Sanierung der vorhandenen Asylbewerberunterkunft die kostengünstigere Variante ist. Für sie müsste die Stadt jährlich rund 120.000 Euro auf den Tisch blättern, mit über 150.000 Euro würde ein Neubau zu Buche schlagen. Hoch gerechnet auf 30 Jahre belaufen sich die Kosten für die Sanierung auf rund 3,7 Millionen Euro, die des Neubaues auf rund 4,6 Millionen Euro.

Angesichts der finanziellen Situation der Stadt kommt somit für den Technischen Beigeordneten nur eine Sanierung in Betracht, was von den Sprechern der einzelnen Fraktionen auch begrüßt wurde. Wenn auch kein konkreter Beschluss gefasst wurde, herrscht jetzt Klarheit für die Verwaltung darüber, wie sie an der Lösung der Probleme weiterarbeiten kann, um dem zuständigen Ausschuss entsprechende Vorschläge unterbreiten zu können.

Die Gretchenfrage stellte CDU-Sprecher Harald Gerling: „Kriegen wir die Sanierung von der Kommunalaufsicht genehmigt?” Darauf Erster Beigeordneter Werner Birmanns: „Wir werden auf der Suche nach Geld erfolgreich sein müssen.” In seiner zweiten Sitzung hatte sich der Arbeitskreis vornehmlich mit der Situation in der Neustraße 40 beschäftigt. Weil es keine anderen Unterbringungsmöglichkeiten gibt, wird diese Unterkunft inzwischen auch von sechs Asylbewerbern bewohnt.

Sie ist insgesamt mit rund 35 Personen belegt. Angesichts der Daten war sich der Arbeitskreis darin einig, „dass eine wie auch immer geartete Betreuung dieses Personenkreises dringend wünschenswert ist, um noch mehr Personen den Ausstieg aus der Obdachlosigkeit ermöglichen zu können”. Im Arbeitskreis wurde diskutiert, über den Landschaftsverband Rheinland ambulante Betreuungsleistungen erbringen zu lassen. Inwieweit sich dies verwirklichen lässt, wird derzeit von der Verwaltung geprüft.

Der Vorsitzende der „Würselener Tafel” und des Freundeskreises Asylanten, Jürgen Hohlfeld, sorgt sich ebenfalls um eine bessere Unterbringung der Betroffenen und regte an, auch die Möglichkeit einer privaten Unterbringung auszuloten. Diesen Gedanken weiter verfolgen zu wollen, sicherte Birmanns zu.
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