Unterhaltsvorschuss für Kinder über zwölf Jahre: 421 zusätzliche Anträge

Von: vm
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Alsdorf. Die Stadt Alsdorf lag offenbar mit ihren Prognosen, was die höheren Ausgaben im Rahmen des Unterhaltsvorschussgesetzes (UVG) anbelangt, richtig. Seit Juli springt der Staat dann finanziell in die Bresche, wenn der Kindsvater nicht genug Unterhalt zahlt.

Bisher hatten nur Kinder bis zwölf Jahre einen Anspruch auf diesen Vorschuss und auch nur über eine begrenzte Dauer von maximal sechs Jahren. Nun gilt die Regelung bis zum 18. Lebensjahr – ohne zeitliche Limitation. Alsdorf war im Sommer von rund 500 neuen Fällen und Mehrkosten in Höhe von 450.000 Euro ausgegangen.

Wie die stellvertretende Jugendamtsleiterin Sabine Schäfer nun im Jugendhilfeausschuss mitteilte, sind bislang 421 neue Anträge eingegangen, maßgeblich darauf zurückzuführen, dass das Jobcenter alle Leistungsbezieher angeschrieben hatte, die aus seiner Sicht potenziell in Frage kommen. Die Zahl könne aber durchaus noch steigen, sagte Schäfer. Prophylaktisch waren für den Haushalt 2017 insgesamt bereits 1,9 Millionen Euro in die Rubrik „sonstige soziale Leistungen“ für alle anfallenden Unterhaltszahlungen eingestellt worden.

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