Alsdorf - Unhaltbarer Zustand auf Nordfriedhof

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Unhaltbarer Zustand auf Nordfriedhof

Von: -ks-
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Dreckecke: Fassungslos steht K
Dreckecke: Fassungslos steht Karin F. vor den übervollen Gitterboxen nahe dem Haupteingang des Nordfriedhofs. Foto: Stüber

Alsdorf. Der Nordfriedhof am Übacher Weg ist eigentlich schön, wenn man das überhaupt über einen Friedhof sagen kann. Karin F. schätzt den Parkcharakter, die hohen Bäume, die Wege. Die Seniorin kommt oft hierher.

Ehemann und weitere Verwandte haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Aber immer öfter ärgert sie sich - wegen der überquellenden Gitterboxen, in denen Kränze, verwelkte Blumen, Schnittgut und dergleichen mehr keinen Platz mehr finden.

Der heftige Wind fährt dazwischen und verteilt Weggeworfenes und verfaulte Grünabfälle über den Friedhof. Aufwendig per Laubpuster aufgehäuftes Blattwerk liegt teils wochenlang herum und wird so wieder von Wind und Wetter erneut über den Friedhof verteilt, ärgert sie sich. Seit März sind solche Probleme festzustellen, wird es immer schlimmer, sagt sie. Mit energischem Schritt steuert die Seniorin einen ganz besonders schlimmen Schandfleck an.

In der Nähe des Haupteingangs haben Unbekannte in die ohnehin schon übervollen Gitterboxen Hausmüll gekippt, der nun vor sich hingammelt. Karin F. hat natürlich zunächst versucht, die Probleme bei der Stadtverwaltung anzusprechen, und um Abhilfe gebeten. Sie sei da zwar nett behandelt worden, aber in der Sache nicht weitergekommen, bedauert sie. Das Problem sei bekannt, der von der Stadt beauftragte Friedhofsgärtner überfordert, sei ihr gesagt worden. Das Friedhofsamt habe das bereits angemahnt. Entscheidendes sei aber nicht geschehen, sagt sie. Deshalb habe sie unsere Zeitung darüber informiert.

Auf Nachfrage sagte Bürgermeister Alfred Sonders, der besonders die Sauberkeit in Alsdorf zur Chefsache gemacht hat, dass die Verträge mit dem Gartenbaubetrieb, der neben dem Nordfriedhof ebenso die Friedhöfe in Mariadorf, Begau, Warden und Broicher Siedlung in Ordnung halten soll, gegen Jahresende auslaufen.

Die Verwaltung wolle dem Stadtrat beizeiten eine grundsätzliche Lösung des Problems vorschlagen. Zwei Varianten stehen laut Sonders dabei im Raum. Zum einen könnte durch Rekommunalisierung eine städtische Gesellschaft oder die Technischen Eigenbetriebe die Pflege der Friedhöfe übernehmen. Zum anderen wird die erneute Ausschreibung der Leistungen angedacht, um die Aufgabe einem privaten Unternehmen zu übertragen.

Aber was geschieht bis dahin? Werden Müll- und Grünabfallberge weiter wachsen? Sonders weiß natürlich, dass das nicht geht und bei der Bevölkerung äußerst schlecht ankommen würde. „Wir können nicht alles machen. Aber was wir machen können, geschieht auch”, sagt er. Der städtische Friedhofsbeauftragte prüfe in Abständen die Verhältnisse und veranlasse Abhilfe. Sonders wolle auf Grund der Bürgerbeschwerde da umgehend nachhaken. Die Aufsicht über die Ausführung der vertraglich festgelegten Arbeiten ist Sache von Hans-Josef Brenig von den Bürgerdiensten. Dort ist das Friedhofsamt angesiedelt.

Brenig sagt, dass er schon auf dem Friedhof in Mariadorf hat aufräumen lassen und dass das angemahnte Unternehmen nun auch auf dem Nordfriedhof die Mängel beseitigt. In einem intensiven Gespräch seien auch die finanziellen Leistungen an den Gartenbaubetrieb deutlich gekürzt worden. Zudem habe Brenig der Fachfirma, die immerhin schon seit 2001/2 im Auftrag der Stadt Alsdorf tätig sei, eine Liste vorgegeben, die spätestens bis zum 20. Oktober abzuarbeiten sei.
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