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Unfallzahlen steigen in Baesweiler und Herzogenrath

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:

Nordkreis. Mit einem Plus von 113 respektive 79 Verkehrsunfällen allgemein führen Baesweiler und Herzogenrath die Verkehrsunfallstatistik für den Aachener Nordkreis an, die Polizeipräsident Klaus Oelze und Ralf Mallmann, Leiter der Direktion Verkehr im Polizeipräsidium, am Dienstag vorgestellt haben.

Insgesamt aber zeigen sich die Ordnungshüter zufrieden mit der Entwicklung auf den heimischen Straßen. In Alsdorf wurden nur drei Unfälle mehr verzeichnet als 2008, in Würselen waren es sogar 33 weniger.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in der Aachener Polizeibehörde (18.842) stieg nur um 0,2 Prozent, die Zahl der Unfälle mit Verletzten generell sank um 49 auf 2031. Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten gingen um 29 auf 335 zurück, die mit Leichtverletzten um 20 auf 1696.

In Alsdorf verzeichnet die Polizei zufrieden einen deutlichen Rückgang der Verunglücktenzahlen bei der Risikogruppe der 18- bis 24-Jährigen - von 52 im Jahr 2008 auf 41 im Jahr 2009.

Als „Sorgenkind” kennzeichnete Oelze Baesweiler, wo die Zahl der registrierten Unfälle von 476 auf 589 anstieg. Relativierend stellte der Polizeipräsident allerdings auch fest, dass es hier im Jahr 2008 statistisch eine „Delle nach unten” gegeben habe - durch verstärkte Kontrollen zur Eindämmung von Verkehrsrowdytum durch junge Erwachsene. Diese Präsenz habe sich positiv auf die Unfallzahlen allgemein ausgewirkt. In 2009 habe sich diese Entwicklung dann wieder „normalisiert”.

Als „zufriedenstellend” beurteilte der Polizeichef die Lage in Herzogenrath. Zwar hat es dort zwei Verkehrstote gegeben, unter anderem den tragischen Unfall im Oktober 2009, bei dem sich an der Schütz-von Rode-Straße ein Anhänger von einem Transporter löste, zwei Fußgänger erfasste, einen von ihnen tötete und einen schwer verletzte. Einen deutlichen Rückgang gab es aber bei verunglückten 18- bis 24-Jährigen von 44 auf 34 und bei verunfallten Radfahrern von 32 auf 21.

Eine „positive Tendenz” weist die Polizei auch für Würselen auf. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist hier von 1396 auf 1363 gesunken. Die Zahl verunglückter Kinder reduzierte sich von 17 auf 13. Steigend war allerdings die Entwicklung bei den verunglückten 15- bis 17-Jährigen von acht auf 20 Fälle. Neun von ihnen waren Zweiradfahrer.

Bei der Risikogruppe von 18 bis 24 Jahren war ebenfalls ein Anstieg von 30 auf 40 Unfälle zu verzeichnen. Die Polizei will diesem beunruhigenden Trend nun mit speziellen Programmen für junge Erwachsene im Straßenverkehr begegnen, die zum einen die Themen Alkohol, Drogen und Geschwindigkeit, zum anderen aber auch Praxistests umfassen, wie Ralf Mallmann erläuterte.
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