Unbekannte Töne aus Luftballons und Joghurtbechern

Von: clg
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Wie sich Schallwellen fortsetzen, erfuhren die Schützlinge im Würselener Lotte-Lemke-Kindergarten beim Aktionstag „Haste Töne?”. Der Tanz von Reiskörnern auf einer Trommelbespannung machte das Phänomen sogar sichtbar. Und zwei Dosen per Schlauch verbunden (vorn) können - fast - ein Telefon ersetzen.

Würselen. „Haste Töne” - um dieses Thema drehte sich an einem Tag der Musik alles in der Lotte-Lemke-Kindertagesstätte. Angefangen beim Bau von Instrumenten aus alltäglichen Materialien über das Erzeugen von Klangwellen bis hin zum Malen nach meditativen Klängen waren die drei- bis sechsjährigen Kinder - mit ihren Mütter und Vätern - drei Stunden lang in ihrem Element.

Da auch die Kindergärtnerinnen mit Leib und Seele bei der musikalischen Sache waren, sprang der Funke der Begeisterung von der einen zur andere Seite rasch über. Auch bei schwierigeren physikalischen Sachverhalten, die in einfachen Experimenten anschaulich dargestellt wurden. So wurden zum Beispiel Schallwellen, die beim Schlagen einer Handtrommel entstehen, sichtbar gemacht: Sie brachten Reiskörner auf einer zweiten, größeren Trommel zum Tanzen.

Doch zunächst mussten Instrumente selbst gefertigt werden, zum Beispiel Rasseln aus Joghurtbechern. Unterschiedliche Töne entlockten die Kinder Luftballons, wenn sie Bohnen, Erbsen oder Sand in kleinen Mengen in sie einfüllten. Mehr oder weniger wohlklingend drangen sie zu ihrem Erstaunen an ihr Ohr.

Welche Töne Flaschen von sich geben, wenn sie unterschiedlich mit Wasser gefüllt werden, auch darüber konnten sie nur staunen. Schließlich spielten sie darauf das Lied „Alle meine Entchen”, sechs Noten an der Zahl. Affen- und Urwaldgeräusche erzeugten sie, als sie einen Faden durch einen Plastikbecher zogen und ihn mit einem nassen Tuch nach unten zogen.

Als sie ein Glas mit einem nassen Korken rieben, piepste es gehörig in den Ohren. Es klang so nach Vogelgezwitscher. Wichtig war es den Kindergärtnerinnen, dass ihre Schützlinge dabei das Gehör schulten. Denn: „Wer nicht richtig hört, der kann auch nicht richtig sprechen und singen.” Gegenseitig hauchten sich die experimentierfreudigen Vorschulkinder über das Flüstertelefon - ein Schlauch mit Becher an jeder Seite - einen Gruß ins Ohr.

Nach Musik entstanden zudem wunderschöne abstrakte Bilder, die die Zimmer der Kinder zu Hause schmücken werden. Dazu wurde ein leeres Blatt in eine Kiste gespannt. Darauf spritzten die kleinen Künstler - nach freier Wahl - zwei bis drei Farben. Hinzugegeben wurden zwei Murmeln. Wenn die Kinder sich mit der Kiste nach der Musik bewegten, malten diese auf dem Blatt abstrakte Bilder. Selbst sprachbehinderte und Migrantenkinder hatten ein riesiges Erfolgserlebnis, was der Leiterin Irmgard Schmitz wichtig war.

Auch was für die Nase

Doch damit noch nicht genug. Zwischendurch konnten die Kinder ihr Glück beim „Geräuschmemory” versuchen. Den Eltern wurde am Infostand reichlich aufklärendes Material zum Thema des Tages an die Hand gegeben.

Zu Gast war auch das Krokodil Johannes aus dem Kinder-Musical „Nase vorne” von Martin Rumprecht. In ihm wurde neben dem Gehör- vor allem der Geruchsinn auf die Probe gestellt.
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