Würselen - Unbekannte Substanz im Teich: Keine Gefahr für Umwelt

Unbekannte Substanz im Teich: Keine Gefahr für Umwelt

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Trotz großer Hitze konsequent
Trotz großer Hitze konsequent den Schutzanzug getragen: Anni Huppertz (l.) und Thomas Dahlenburg schütten die verdächtige Flüssigkeit in ein Fass. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. Eine Gefährdung für die Umwelt konnte schnell ausgeschlossen werden. Dazu musste aber der Chemiker der Feuerwehr Wasserproben nehmen, den unbekannten Stoff untersuchen und entscheiden: Bedenkenlos!

Betroffen war am Sonntag bei tropischen Temperaturen der kleine Teich an der Elchenrather Straße. 25 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr waren schnell zum Ort des Geschehens gerückt, nachdem um 10.54 Uhr der Anruf eines besorgten Passanten eingegangen war: Auf dem Wasser schwimmt eine unbekannte Flüssigkeit.

„Zuerst haben wir das Gelände weiträumig abgesperrt, weil wir von einem Gefahrstoff ausgehen mussten”, erklärte Einsatzleiter Ralf Jüsgens. Nach der ersten Messung mit Indikatorpapier dann das erste Aufatmen, denn der Stoff, der gut sichtbar weiße Schlieren auf der Wasseroberfläche zog, war nicht giftig.

Also fingen die Feuerwehrleute den Stoff mit einer sogenannten Ölsperre ein. Dazu wird eine dicke Rolle auf das Wasser gelegt und wie eine Schlinge zusammengezogen. In ihrer Mitte ist das Gemisch gefangen, bevor es von zwei freiwilligen Feuerwehrhelfern in einen Container geschüttet werden kann. Dazu wurden die Helfer in eine Schutzkleidung gehüllt. „Das sind zwei Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr”, sagte Jüsgens, der ein strenges Auge auf den Ablauf hatte, damit niemand bei dem Einsatz gefährdet wurde. Auch ein Wasserstaubsauger wurde eingesetzt.

Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes stand ebenfalls bereit, einer der Unteren Wasserbehörde wurde als Fachmann gerufen. „Weil die öffentliche Sicherheit gefährdet ist, wenn giftige Stoffe in dem öffentlich zugänglichen Weiher gefunden werden, bin ich da”, erklärte Dirk Kuntz, Mitarbeiter der Stadt.

„Natürlich muss das Wasser nun ganz genau untersucht werden”, berichtete Jüsgens. Die gefüllten Plastikfässer, aber auch die Schutzkleidung der Feuerwehrhelfer wurden deshalb in die Feuerwehrwache abtransportiert, wo sie zu weiteren Bestimmung übergeben werden. „Wir haben großes Glück, dass der Elchenrather Teich weder einen Zu- noch einen Abfluss hat”, urteilte der Einsatzleiter. So konnte der unbekannte Stoff nicht in das Wassersystem gelangen.

Während die Hauptberufliche und die Freiwillige Feuerwehr im Schulterschluss die Situation meisterten, fuhr der Drehleiterwagen der Feuerwehr zu einem Einsatz an der Aachener Straße. Da hatte sich eine Fledermaus in ein Schlafzimmer verirrt, weshalb die Mieter die Feuerwehr um Hilfe baten. „Die Fledermaus konnten wir befreien, die uns zu Hilfe berufenen Menschen beruhigen”, sagte Ralf Jüsgens, der die gute, bedachte Arbeit seiner Leute lobte.
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