Herzogenrath/Kerkrade - Über 200 Teilnehmer bei Rollstuhlwanderung gezählt

Über 200 Teilnehmer bei Rollstuhlwanderung gezählt

Von: Yannick Longerich
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Wind und Wetter getrotzt: Zur Jubiläumsausgabe des Eurode-Rollstuhlwandertags kamen zum ersten Mal über 200 Teilnehmer. Foto: Yannick Longerich

Herzogenrath/Kerkrade. Die Feierstimmung im Festsaal hielt sich vorab in Grenzen, die Vorfreude auf den anstehenden Ausflug war einfach viel zu groß. Ein „kleines Jubiläum“ hatten die Verantwortlichen angekündigt. Zum 20. Mal wurde der Eurode Rollstuhlwandertag im Grenzland angeboten – mit einem Rekord von knapp über 200 Teilnehmern, die es kaum erwarten konnten, endlich loszufahren.

20 Jahre ist es her, dass die Niederländerin Lilian Bos und der Herzogenrather Rainer Kratz – beide mit Rollstuhl-Handycap – einen kleinen Ausflug mit einer Handvoll Gleichgesinnten auf die Beine stellten. Einst wollten sie für sich und andere Rollstuhlfahrer im nahen Wurm- und Broichbachtal geeignete barrierefreie Strecken ausfindig machen, die eben auch bedenkenlos von Rollis genutzt werden können.

Seit Jahren liegt die Organisation in den Händen vom Behindertenforum Herzogenrath und der „Zonnebloem Region Parkstad“. Als Sponsoren wurden die Meander Zorggroep, der Rotary Club Kerkrade/Herzogenrath Eurode, die Stichting Platform Gehandicaptenbeleid Kerkrade und der Kerkrader Supermarkt Jumbo Hetterscheid abermals gewonnen. Viele ehrenamtliche Helfer, darunter vier junge Männer der Rotarier, hatten sich auch diesmal angemeldet.

Anne Fink vom Behindertenforum Herzogenrath hatte in Kooperation mit den Partnern eine neue Wanderroute vorgestellt, die durch das Naturgebiet am Winseler Hof und entlang des Schlosses Strijthagen und der „Snow-World“ führte. Das niederländische und deutsche Rote Kreuz sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Dass Rolduc als traditioneller Startpunkt des Wandertags diesmal nicht gewählt werden konnte, hat laut Fink einen einfachen Grund. Vom enormen Andrang waren die Verantwortlichen schlicht überwältigt.

So wurde der Treffpunkt zum ersten Mal zum ‚t Stjaater Hoes Kerkrade verlegt, um genügend Platz zu gewährleisten. Als alle ohne Zwischenfälle nach zweieinhalb Stunden wieder erschöpft, aber glücklich zurück kamen, konnte auch das Jubiläum gebührend gefeiert werden.

„Aus einer kleinen Truppe wurde im Laufe der Jahre ein Event, auf das die Teilnehmer das gesamte Jahr über hinfiebern“, erzählte Fink.

Auch wenn Bos (2014) und Kratz (2008) mittlerweile verstorben sind, ihr Werk lebt im Grenzgebiet weiter. Darüber hinaus dient es als ein beeindruckendes Vorbild für andere Regionen. Hätte man den beiden Gründern erzählt, es würden einmal über 200 Rollis teilnehmen, sie hätten es wahrscheinlich selbst nicht geglaubt.

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