Herzogenrath - Trubel rund um das Wahrzeichen der Stadt

Trubel rund um das Wahrzeichen der Stadt

Von: ath
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Sie sorgten beim Burgfest am S
Sie sorgten beim Burgfest am Sonntag vor historischer Kulisse für eine Zeitreise ins Mittelalter: die Limburger Ritter um Herzog Lothar von Limburg (l.), der im Schaukampf mit seinen Rittern die Schwerter kräftig zum Klirren brachte. Foto: Andrea Thomas

Herzogenrath. „Tata, tata” schallt es von den Zinnen Burg Rodes. Die Fanfaren (Fanfarencorps der Alsdorfer Prinzengarde) kündigen die Ankunft des Burgherren (Wolfgang Schmitz, Vorsitzender Burg Rode e.V.) an. Gemeinsam, mit dem Herren der Stadt (Christoph von den Driesch) und den Händlern (Gewerbeverein Herzogenrath), hat er zu Kurzweil, Musik und Ritterspiel rund um das alte Gemäuer geladen.

Zu dem besonderen Tag ist nicht nur viel Volk auf den Beinen, auch Gäste aus dem befreundeten Mayschoss, von wo einst die Herren der Burg kamen, haben sich eingefunden.

Willkommen geheißen werden sie auch von den tapferen Recken und edlen Frauen der Limburger Ritterschar, die seit zwei Sommern auf der Burg Quartier genommen haben.

Zum 29. Mal feierte Herzogenrath am Wochenende sein Burgfest und lud die Besucher dazu wie immer auch auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit ein, als Burg Rode noch kein städtisches Wahrzeichen, sondern eine strategisch wichtige Festung am Handelsweg von Westeuropa zur Nordsee. Für das richtige Mittelalter-Ambiente sorgte vor allem die Limburger Ritterschaft e.V. Sie haben seit 2009 Räume auf der Burg und durften beim Burgfest natürlich nicht fehlen. Im Burggarten hatten sie ihr Lager aufgeschlagen und zeigten, wie es sich wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gelebt hat.

Arabischer Falke

Ehrfürchtig bestaunten besonders die kleinen und auch die schon erwachsenen Jungs, Waffen und Rüstungen. Eine Attraktion war auch Falkner Arnd Jansen mit seinem arabischen Falken. Er gehört ebenso zu der insgesamt 25 Mitglieder starken Ritterschaft, wie ein Spielmann, edle Damen und natürlich Ritter. „Wir versuchen, das Leben im Mittelalter, so realistisch es geht, darzustellen”, erklärte Lothar Albrecht, Vorsitzender und damit „Herzog von Limburg”. Dazu zählen neben der Kleidung auch Schwertkämpfe und Tänze. Auf letztere mussten die Burgfestbesucher verzichten. „Unsere Damen sind abgängig”, lachte Herzog Lothar, der dafür mit seinen Recken eindrucksvoll die Klingen kreuzte.

Der ritterliche Nachwuchs konnte sich sein erster Schwert nebst Schild beim „Eurode-Fotoquiz” des Kuratoriums Burg Rode für Kinder verdienen. Wer alle Bilder richtig zuordnen konnte, dem winkte mit etwas Glück die hölzerne Erstausrüstung.

Sein Glück versuchen und gleichzeitig etwas Gutes tun konnten die Besucher am Stand der Stadt Herzogenrath zur Städtewette, die in den Endspurt geht. Noch liegt Herzogenrath im hinteren Feld, doch das sollte sich mit dem Burgfest ändern, wie Bürgermeister Christoph von den Driesch hoffte. Eifrig warben Pressesprecherin Petra Baur und ihre Kollegen um „einen Euro oder mehr”. Dafür nahm jeder Spender an einer Verlosung mit attraktiven Preisen von Gastronomie-Gutscheinen bis zu Karten für den Burgsommer teil.

Abstecher ein Gewinn

Auch sonst war ein Abstecher nach Roda ein Gewinn. Rund um die Burg bis hinunter zum Ferdinand-Schmetz-Platz und Kleik- und Apolloniastraße lockten Stände mit Kunsthandwerk, Trödelkram, Süßem und Herzhaftem fürs leibliche Wohl.

Die Geschäfte hatten ihre Türen geöffnet und Vereine und Institutionen nutzten die Gelegenheit, sich zu präsentieren. So auch das Technische Hilfswerk Herzogenrath, das mit schwerem Gerät vor Ort war und zeigte, was so alles zu ihren Aufgaben dazugehört. Benjamin (14) und Marc-Sebastian (13) von der THW-Jugend hatten sichtlich Spaß, trotz der warmen Montur. Da hatten sie durchaus etwas mit den Herren oben auf Burg Rode gemeinsam, schwere Rüstung und immer da, wenn es irgendwo tapfere Helfer gebraucht werden.
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