Alsdorf - Trotz Müll im Boden: Bauvorhaben voll nach Plan

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Trotz Müll im Boden: Bauvorhaben voll nach Plan

Von: Holger Bubel
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Letzte Arbeiten der Abriss-Firma: Wenn diese heute abrückt, soll ab dem 1. April die Baustelle eingerichtet werden, um das Stadttor Alsdorf zu errichten. Ende April 2015 soll dann bereits die Schlüsselübergabe an die Mieter sein. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Mit der Entsorgung toxischer Stoffe hat es die Bergbau-Industrie wohl nicht immer so ganz genau genommen. Das musste jetzt auch die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft (GSG) bei ihrem Bauvorhaben am Standort des ehemaligen „Hotel Mertens“ am Bahnhofplatz erfahren.

Waren erste Bodenproben dort noch „in Ordnung“, ergaben weitere, dass der Grund unter dem Parkplatz hinter dem ehemaligen Gebäude PCB-belastet war (Polychlorierte Biphenyle). Vermutlich Hinterlassenschaften aus Grubenzeiten.

„Das war eine Überraschung für uns. Damit haben wir aufgrund der vorherigen Messungen nicht rechnen können“, sagt Dieter Sandlöbes, GSG Geschäftsführer. In Folge musste der Grund tiefer ausgekoffert werden. Zu einer „leichten Verzögerung, die aber keinen Einfluss auf das weitere Bauvorhaben hat“ (Sandlöbes), führte die Entdeckung in Folge. „Wir bleiben aber voll im Plan“, ist Sandlöbes zuversichtlich.

„Die etwa zweiwöchige Verzögerung hängt damit zusammen, dass wir bei der Bezirksregierung ein Zertifikat für die Entsorgungsfirma beantragen mussten“, erklärt Dieter Sandlöbes. Ein solches ist im Prinzip eine Bestätigung, dass das belastete Erdreich, das gesondert von den anderen Abriss- und Aushub-Materialien verarbeitet werden muss, vom Entsorger überhaupt angenommen und entsprechend weiterbehandelt werden darf.

Aber: Eine fachgerechte Entsorgung kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. „Wir sind nun nicht mehr im optimalen Kostenrahmen“, muss der GSG-Geschäftsführer einräumen. Auch wenn ihm das nicht sehr großes Kopfzerbrechen bereitet: „Ein guter Kaufmann hat immer einen finanziellen Puffer.“

Der sollte aber nicht weiter ausgereizt werden. Bereits jetzt müssen sechs bis sieben Prozent auf die Gesamt-Investitionssumme von 6,1 Millionen Euro Brutto, also etwa 400.000 Euro, draufgelegt werden.

Die gute Nachricht: Ein General-Unternehmen – eigentlich zwei – konnte gefunden werden: die Bauunternehmungen Derichs und Konertz (Aachen) sowie die Lahmers GmbH (Jülich) teilen sich den Auftrag. Eine Ausschreibung für die SHK-Arbeiten erfolgt zeitnah, sagt Dieter Sandlöbes.

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