Alsdorf - Trotteligen Tankdieb aus dem Auto geholt

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Trotteligen Tankdieb aus dem Auto geholt

Von: red/pol
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Das war wohl nichts: Ein Tankbetrüger hat sich am Donnerstag in Alsdorf so ungeschickt aufgeführt, dass er von Mitarbeitern und Kunden der Tankstelle überwältigt werden konnte. Symbolfoto: dpa

Alsdorf. Wahrlich nicht als Meisterdieb hat sich ein Tankbetrüger am Donnerstagabend in Alsdorf entpuppt. So gewissenhaft der 24-Jährige seinen Spritdiebstahl vorbereitet hatte, so ungeschickt stellte er sich vor Ort an. Seine Flucht endete noch an der Zapfsäule - wo Mitarbeiter der Tankstelle und ein Kunde sein Auto umstellten.

Der Bericht der Polizei vom Freitag lässt beim Leser unwillkürlich die Frage aufkommen, was in aller Welt sich der junge Mann nur gedacht haben mag. Zunächst hatte er vorab das vordere Nummernschild seines Autos ausgewechselt, damit er nicht mit Hilfe der Überwachungskameras überführt werden konnte.

So vorbereitet, fuhr er - im vollen Bewusstsein, weder über Geld in bar, noch über solches auf dem Konto zu verfügen - ganz normal mit seinem Wagen an die Zapfsäule der Tankstelle an der Aachener Straße und ließ den Tank volllaufen. Brav marschierte er sodann in den Verkaufsraum, um so zu tun, als könne er bezahlen - was laut Polizeibericht nicht funktionierte, „weil er a) kein Geld hatte und b) sein Konto nicht gedeckt war“. Warum er dieses Theater aufführte, wusste auch Polizeisprecher Paul Kemen nicht zu sagen.

Nachdem es auch mit der Geldkarte nicht geklappt hatte, sprintete der 24-Jährige plötzlich los und rannte zu seinem Wagen. Allerdings bei weitem nicht schnell genug: Zwei Angestellte und ein Kunde der Tankstelle hatten keine Mühe, dem Mann zu folgen und sich vor seinen Wagen zu stellen.

Der festgesetzte Betrüger versuchte zwar noch, anzufahren, doch seine Gegner ließen nicht locker. Zu dritt brachten sie den Mann dazu, aufzugeben und das Auto zu verlassen. Schicksalsergeben wartete er schließlich, im Verkaufsraum auf dem Boden sitzend, auf das Eintreffen der Polizei.

Gegenüber den Beamten gestand er dann, die Tat geplant zu haben. Grund: akuter Geldmangel. Das falsche Kennzeichen behielten die Polizisten gleich ein - den Führerschein des 24-Jährigen auch. Seinen Wagen musste er natürlich ebenfalls erst einmal stehenlassen.

Zu den Finanzproblemen des Überführten kommen jetzt noch juristische. Polizeisprecher Kemen: „Gegen den jungen Mann läuft nun ein Strafverfahren.“

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