Würselen - „Trio Testore“: Kompositionen individuell interpretiert

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„Trio Testore“: Kompositionen individuell interpretiert

Von: ehg
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Kulturforum Würselen präsentierte: Trio Testore mit Hyun-Jung Kim-Schweiker, Klavier, Franziska Pietsch, Violine und Prof. Hans-Christian Schweiker, Violoncello. Foto: W.Sevenich

Würselen. Mit einem hochkarätigen Konzert vom „Trio Testore“ im Alten Rathaus, erreichte das Silber-Jubiläumsjahr des Kulturforums (KuFo) seinen Höhepunkt. Das im Jahr 2000 von drei im internationalen Musikleben bereits etablierten Kammermusikern gegründete Trio, begeisterte durch Farbigkeit im Spiel und eine enorme musikalische Ausdruckskraft. Sowohl die Geige als auch das Cello stammen von der berühmten Mailänder Geigenbauerfamilie Testore.

Aus dieser zufälligen Gemeinsamkeit leitet sich sein Name ab. Keine Frage: Die unterschiedlichen musikalischen Wurzeln und Erfahrungen im solistischen, aber auch im kammermusikalischen Bereich tragen zu der besonderen Ausdrucksstärke des Ensemble bei, wie die begeisterten Besucher des Konzertes ihm durch frenetischen Beifall bestätigten.

Enorm ausdrucksstark

Ein stimmte das „Trio Testore“, das sich zwischenzeitlich auf nationalen und internationalen Konzertpodien einen Namen gemacht hat, in das Programm mit dem Trio B-dur von Ludwig van Beethoven. Bei diesem „Gassenhauer“ lieferten Hyun-Jung Kim-Schweiger (Klavier), Franziska Pietsch (Violine) und Hans-Christian Schweiker (Violoncello) eine erste Kostprobe ihrer hohen Musikalität ab.

Auf höchsten Niveau stellten sie ihre technische Versiertheit und ihre musikalische Virtuosität unter Beweis, sowohl solistisch als auch im homogenen Zusammenspiel. Begeisternd brachten die drei Ausnahme-Musiker die Stimmungswechsel auf den Punkt. Der Komponist selbst hätte seine helle Freude gehabt an den kleinen und feinen Raffinessen, mit denen das Trio der Komposition ihren Stempel aufdrückten.

Dann das Trio F-dur, Opus 80, von Robert Schumann, das dieser in nur sechs Wochen komponiert hatte. Unverkennbar, dass es zu den Lieblingsstücken von „Trio Testore“ zählt. Voller Leidenschaft lebte sich vor allem der Cellist auf seinem Instrument aus. Eine Interpretation mit wechselnder sauberer Stimmungsführung zum Verlieben, wie sie schöner nicht hätte dargeboten werden konnte, enorm ausdrucksstark.

Erst recht legten drei Virtuosen die Spielfreude beim Trio Nr.1 d-moll des in Besucherkreisen noch recht unbekannten russischen Komponisten Anton Arensky, der aus einer musikliebenden wohlhabenden künstlerischen Familie stammte, aber ob einer unglücklichen Ehe depressiv wurde und am Ende wegen Trunksucht an einer Tuberkulose starb, an den Tag. In den seinem Werk innewohnenden Stimmungswechseln, die das Trio wunderschön herausarbeitete, spiegelten sich sowohl die freudigen, aber auch die abgrundtiefen Seiten seines Lebens.

Das Publikum war von den brillanten Interpretation seines Werkes tief „betroffen“. Eine Zugabe war fällig. Alles in allem war das Konzert eine einmalige Werbung für das nächste „Mai- Klassik-Festvial“ in Alsdorf, das der künstlerische Leiter des Ensembles 2011 ins Leben gerufen hat.

Nach der enormen Resonanz in 2012 hat das „Trio Testore“ auch für Mai 2013 wieder international höchst renommierte Musikerkollegen zu drei gemeinsamen Konzerten eingeladen, und zwar den Klarinettisten Martin Spangenberg (Solist der Müncher Philharmoniker) und den Bratschisten James Creitz (Träger des Unesco-Preises 2000).

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