Traumnacht setzt auf schnelle Songs mit deutschen Texten

Von: Stefan Schaum
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Gerockt wird im Keller von Schlagzeuger Daniel Jung. Dort feilt er mit Thomas (l.) und Codi Radermacher (r.) an den Songs von Traumnacht. Foto: Stefan Schaum

Herzogenrath. Kuhfell? Hätte auch nicht wirklich schlecht geklungen. Jedenfalls originell. Doch hat sich Schlagzeuger Daniel Jung vor gut vier Jahren mit seinem Namenswunsch beim Bandstart nicht durchsetzen können.

Stattdessen liefert er seitdem gemeinsam mit Gitarrist und Sänger Thomas Radermacher sowie dessen Bruder und Bassist Codi unter dem Bandnamen Traumnacht melodiösen Punkrock mit deutschen Texten ab.

Dass das ganze Ding ein ziemlicher Schnellschuss war, leugnet heute niemand in der Band. „Ich hatte mir gerade mein erstes Schlagzeug gekauft - und zwei Wochen später haben wir schon zusammen gespielt”, erinnert sich der 19-jährige Daniel.

Zusammen waren zunächst mal nur er und Thomas, Autodidakt an der Gitarre. Dessen Bruder stieß erst zwei Jahre später zur Band, als er nach zehn Jahren seinen Bass eigentlich schon an den Nagel hängen wollte. „Ich hatte damals keine Lust mehr aufs Musikmachen”, sagt er. „Für ein paar Wochen bloß” wollte er einspringen. Doch ist er bis heute geblieben. Denn die drei Herzogenrather kamen zusammen schnell in Schwung.

Proben im Keller

In der Regel ist der 22-jährige Codi für die Texte und die Grundmelodie zuständig. Das wird dann beim Proben im Keller von Daniels Elternhaus so lange durch verschiedene Akkordfolgen und Riffs gejagt, bis der Song steht.

17 Stücke hat das Trio mittlerweile im Repertoire, die bereits bei einigen Auftritten in der Region und bei einem Gig in Koblenz zu hören waren.

Vor 200 Leuten haben sie schon gespielt und auch vor acht Zuhörern, davon fünf von der anderen Band des Abends. Die Jungs von Traumnacht stört es nicht. „Wir machen immer die Musik, die wir gut finden und hören wollen”, sagt Thomas.

Viele verschiedene Vorlieben

Mit deutschen Texten haben sie im übrigen kein Problem, selbst wenn es sich darin auch mal um Herzschmerz dreht. „Muss ja trotzdem nicht gleich klingen wie Juli oder Silbermond”, sagt Thomas.

Schwieriger ist es da schon, die privaten musikalischen Vorlieben der einzelnen Bandmitglieder - von Metal bis Britpop - auf einen Nenner zu bringen. Doch raufen sie sich immer zusammen und landen in der Regel beim Punk mit ordentlich verzerrtem Gitarrensound.

Einmal pro Woche wird geprobt, dann gerne mal für vier, fünf Stunden. Große Hoffnungen auf die ganz große Karriere macht sich dennoch niemand. Thomas: „Musik an sich ist unser Antrieb. Es geht nur um den Spaß.”

Im Nordkreis sind Traumnacht schon bald wieder zu hören. Beim Herzogenrather Familientag „Eurodemeile” am Samstag, 9. Mai, gehören das Trio zu den Bands, die ab 15.30 Uhr auf der Jugendbühne an der Roderlandbaan stehen.
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