Baesweiler - Touristischen Tatsachen gründlich auf der Spur

Touristischen Tatsachen gründlich auf der Spur

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Wünscht „gute Reise“. Margret Nußbaum. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Wer ferne Länder bereist, gilt als Tourist. Doch warum gerät dieser Begriff immer mehr in Misskredit? Die Antwort liegt auf der Hand. Wer lässt sich schon gern über einen Kamm scheren mit jenen deutschen Urlaubern, die Shorts, Socken und Sandalen tragen, über deren Bierbauch im Hawaiihemd die Kamera baumelt?

Die auch in südlichen Gefilden Schnitzel und Sauerkraut essen? Und Strandliegen mit Badehandtüchern reservieren? Was ist dran am Klischee vom deutschen Touristen? Woran erkennt man andere Touris, etwa aus England, den Niederlanden, der Schweiz?

Diesen und anderen Fragen rund ums Reisen widmet sich Margret Nußbaum am Dienstag, 18. März. Bei ihrer Lesung „Gute Reise“ nimmt sie nicht nur Touristen aufs Korn, sondern erzählt auch, seit wann es Menschen überhaupt in die Ferne zieht. Denn gereist wurde immer schon. Den Grundstock legten die Römer mit ihrem weit verzweigten Straßennetz von der Nordsee bis zur Sahara und der Atlantikküste bis in die Donauländer.

Nach einem Ausflug in die Anfänge des Reisens verweilt Nußbaum in den 1950-er Jahren, als die Deutschen ihre Lust am Kofferpacken entdeckten. Man reiste nach Oberbayern oder an die Nordsee, tuckerte im Käfer oder Omnibus über die Alpen und eroberte „bella Italia“. Sie erzählt über die Anfänge des Pauschaltourismus, des Campings und der Flugreisen. Mit feinsinnigem Humor beschreibt sie Situationen in Hotels und Restaurants, an Swimmingpools und in Strandbars, in Zügen und Reisebussen. Sie räumt auf mit Vorurteilen und erklärt, dass der McDonald’s-Burger eben nicht weltweit gleich schmeckt.

Und sie stellt sich touristischen Tatsachen, etwa, dass Deutsche Weltmeister im Schreiben von Ansichtskarten sind. Und dass das Wetter den größten Raum auf dem nur etwa 8x10 Zentimeter kleinen Schreibfeld beansprucht – nach dem Motto: „Wetter könnte besser sein? Wie ist es bei euch? Auch regnerisch und kühl?“

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