Würselen - Tolle Stimmung: „Knacki“ Deuser auf Burg Wilhelmstein

Tolle Stimmung: „Knacki“ Deuser auf Burg Wilhelmstein

Von: André Daun
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Finale: Markus Krebs, Maxi Gstettenbauer, René Steinberg und C. Heiland (v.l.n.r.) waren der Garant für gute Stimmung auf Burg Wilhelmstein.– Charmanter Gastgeber: Klaus- Jürgen „Knacki“ Deuser führte durch den Abend. Foto: André Daun
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Finale: Markus Krebs, Maxi Gstettenbauer, René Steinberg und C. Heiland (v.l.n.r.) waren der Garant für gute Stimmung auf Burg Wilhelmstein.– Charmanter Gastgeber: Klaus- Jürgen „Knacki“ Deuser führte durch den Abend. Foto: André Daun

Würselen. „Eine traumhafte Location“ und „grandiose Stimmung“, es scheint, als wäre der charmante Entertainer verliebt in diesen Ort und das ganz besondere Publikum. Und diese Liebe beruht durchaus auf Gegenseitigkeit: Ausverkaufte Ränge und eine einzigartige Atmosphäre sprechen ganz eigene Worte. Die Rede ist von Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser.

Der wie gewohnt adrette Künstler gastierte mit seinem Summer-Club bereits zum siebten Mal auf Burg Wilhelmstein.

Quietschbunte „Pink Poms“

Im Gepäck hatte das Multitalent ein Programm aus Tanz, Musik und Stand-up Comedy. Mit Maxi Gstettenbauer, René Steinberg, C. Heiland und Markus Krebs stand die perfekte Mischung aus bekannten Namen und Newcomern auf den ehrwürdigen Bühnenbrettern der Freilichtbühne. Nach einem Abend, an dem unzählige Lachtränen produziert wurden, sorgt eine Botschaft für gute Stimmung: Auch im nächsten Jahr bringt Knacki den Sommer-Club nach Würselen.

Die quietschbunten „Pink Poms“ eroberten als erster Stimmungsmacher die Bühne. Die Männer-Cheerleader aus Köln begeisterten in rosafarbenen und knackigen Outfits sowie mit ihren flotten Choreografien das Publikum. Die Zuschauer bejubelten die gelungene Eröffnung.

Knacki Deuser führte im Anschluss charmant durch den Abend. Der Entertainer stand mit seiner Ein-Mann-Band in Form von Alex Flucht auf der Bühne. Der Gitarrist setzte im gekonnten Zusammenspiel mit Knacki musikalische Akzente. Letzterer fand mit der Fußball-Weltmeisterschaft den optimalen Eisbrecher. So erkannte Knacki kürzlich, dass man „um ein berühmter Fußballer zu sein, ein besonderes Markenzeichen braucht“. Ob Balotelli, Robben oder Ronaldo, diese internationalen Stars haben bekannte Eigenarten. Auch in der deutschen Nationalelf gibt es Kandidaten mit Markenzeichen, Thomas Müller macht die Schildkröte und Neuer den Frosch. Parodiert von Knacki Deuser sorgten diese für Lacher im Publikum.

Die Werbebotschaften der FIFA gegen Korruption findet der Comedian ebenso lächerlich, wie die Tatsache, die nächste WM in Katar stattfinden zu lassen. Sein Tipp: „Die nächste WM einfach in Russland stattfinden lassen, damit sich das Land durch sportliches Aufrüsten selbst in den Ruin treibt.“

Mit Maxi Gstettenbauer kam im Anschluss der jüngste Künstler des Abends auf die Bühne. Der selbstbetitelte Nerd erzählte unter anderem von seinen Erfahrungen als Videospieltester. Der Job, auf den mit Sicherheit so mancher neidisch wäre, ist in Wirklichkeit nur halb so gut: spätestens wenn die pinke CD von „Barbies Reiterhof“ in das Laufwerk geschoben wird – und man verliert. Ebenso uninteressant die Spiele „Die Sims“ oder der „Landlandwirtschaftssimulator-Extreme Edition“. Skurrile Erfahrungen mit Facebook, seiner Mutter und seiner Freundin komplettieren den gelungenen Auftritt des Newcomers.

Ein erfahrenerer Kabarettist löste Gstettenbauer ab, René Steinberg präsentierte sein kleines Programm. Von ihm ist vor allem die Stimme bekannt: seine Radio-Parodien über „Die von der Leyens“ haben Kult-Status, seit kurzem übt er auf WDR 2 als Roland Pofalla Bahndurchsagen. Ebenso lustig sind seine „Tatort-Immitationen“: So intoniert er seinen Wunschtatort. Die Herren Til Schweiger und Herbert Grönemeyer würden ein tolles Kommissaren-Gespann abgeben. Mit anhaltendem Applaus bedankt sich das Publikum kurz vor der Pause beim Kabarettisten.

Nach der Pause kam mit C. Heiland ein Künstler, der Kabarett mit seinem Omnichord verbindet. Das kleine japanische Elektro-Instrument, das „ im Jahr 1981 für die musikalische Früherziehung von kleinen, verrückten japanischen Kindern“ genutzt wurde, untermalte den Gesang von Heiland. Dieser besingt seine Sicht der Dinge, im ersten Song die Beziehung zu seiner Ex-Freundin. Immer wieder bricht er ab, erzählt Geschichten oder Witze, agiert mit dem Publikum. Zu Lehrern hat er kein gutes Verhältnis: eine anwesende Lehrerin bekam das zu spüren. Als er sie entdeckte, kommentierte er: „War ja klar, die haben ja immer Zeit.“

Der dritte Act des Abends endete mit Jubel und Applaus, die Atmosphäre in der Freilichtbühne war großartig. Mit dem Hocker-Rocker Markus Krebs folgte der letzte Künstler und heimliche Höhepunkt. Schon mit seinem ersten Gag fließen die Lachtränen bei den Zuhörern: „Geht ein Mann mit zwei linken Füßen ins Schuhgeschäft: Tschuldigung, haben sie Flip-Flips?“ Der sympathische Ruhrpottler schießt die Witze nur so aus seiner Hüfte. Er erzählt von den absurden Eigenarten seiner Bekannten und sorgt mit nahezu jedem Wort für Gelächter im Publikum. Mit einem weiteren Auftritt der „Pink Poms“ endete ein toller Abend auf Burg Wilhelmstein. Das Publikum dankte mit anhaltendem Applaus, als nochmals alle Künstler auf der Bühne zusammenkamen. Und so kamen sie auch um eine kurze Zugabe nicht herum.

Gastgeber Knacki Deuser war einmal mehr begeistert von der Stimmung auf der Burg. Der Entertainer, der momentan mehr als Solokünstler unterwegs ist, freut sich schon jetzt auf das nächste Jahr – mit neuen Gesichtern auf der Bühne und den gewohnten Fans auf Rängen.

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