Tipp aus England: Jogis Elf gewinnt

Von: Sigi Malinowski
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Hat den Durchblick - auch beim Fußball: Wenn Johnny Reay in Baesweiler ist, macht er auch jeden Spass mit. Ob die englische Elf aber im Rennen bleibt und ihre Möglichkeiten ausschöpft, ins Viertelfinale zu springen, glaubt der Engländer nicht. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler/Murton. Auch in England brachen alle Dämme, als das Three-Lions-Team sich ins Achtelfinale bugsiert hatte. In seinem Eigenheim in Murton fieberte der 64-jährige Johnny Reay mit seiner Frau Maureen („Sie ist eigentlich nicht so der Fußball-Fan, aber beim Worldcup explodiert sie immer”) mit Wayne Rooney, Joe Cole, John Terry oder Jermain Colin Defoe mit.

Der unbändigen Freude über das „Doch-Noch-Erreichen” des Achtelfinales wich aber einige Stunden später der Angst, dass nun Schluss ist. „Ich glaube, wir werden das Achtelfinale nicht überstehen”, sieht Johnny Reay die „besseren Karten in den Händen der Deutschen”.

Der ehemalige Coalminer (Bergmann), der auf dem in den frühen 90er Jahren geschlossenen „Murton Pit” drei Jahrzehnte seine Knochen hinhielt, begründet seine Sorge des Scheiterns auch mit der „Historie, die über diesem Spiel steht”.

Johnny und Maureen - sie sind beide mit dem Baesweiler Ehepaar Josef und Doris Mahr seit 25 Jahren fest befreundet - sehen die Briten im Vergleich mit den Deutschen „seit 1966 immer im Hintertreffen”. Seit dem Wembley-Tor liegt nach ihren Auffassungen „so etwas wie ein Fluch auf unseren englischen Teams, die es nicht schaffen den Deutschen in einem Weltmeisterschaftsspiel nochmal eins zu verpassen”.

Johnny Reay, der mit seiner Ehefrau „gefühlte” 50-mal in Baesweiler an Kirmes-, Karnevals- oder sonstigen Urlaubstagen verbrachte bleibt trotz seiner ungünstigen Prognose natürlich im Herzen ein England-Fan. Das unterstreicht er auch mit seiner Aussage, „wir haben sicherlich die besseren Einzelspieler, aber im Kollektiv wird die deutsche Kampfkraft, der größere Willen von Friedrich, Schweinsteiger oder Müller den Ausschlag zugunsten des DFB geben”.

An ein Elfmeterschießen wollen die beiden Engländer, die im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen dem damaligen (und mittlerweile aufgelösten) Easington-District die Liebe zu Baesweiler fanden, gar nicht denken. „Wenn es zu den Penaltys kommt, sieht es für England noch schlechter aus.”
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