Herzogenrath - Thomas Bortfeldt zeigt Ausstellung „Bilder” im Eurode-Bahnhof

Thomas Bortfeldt zeigt Ausstellung „Bilder” im Eurode-Bahnhof

Von: Nina Krüsmann
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Eröffneten die Ausstellung im Eurode-Bahnhof: Kunsthistorikerin Helga Scholl, Künstler Thomas Bortfeld (Mitte) und Professor Dr. Fritz G. Rohde, Vorsitzender des Forums für Kunst und Kultur. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. „Morphische Reihen”, „Nadelöhramöben”, „Rankumrankraus” oder „Versuche im Wald”: Das künstlerische Schaffen von Thomas Bortfeldt trägt bisweilen skurrile Titel.

Eines haben alle Werke gemeinsam: Sie haben einen hohen Wiedererkennungswert. Zum Jahresbeginn zeigt das Forum für Kunst und Kultur im Eurode-Bahnhof eine aktuelle Auswahl von Bortfeldts faszinierenden Gemälden.

„Diese Werke haben eine ganz eigene Handschrift. Es scheint, als blicke man durch teilweise verschmutztes Glas in eine rätselhafte Welt”, beschrieb Professor Dr. Fritz G. Rohde vom Forum für Kunst und Kultur bei der Vernissage seine Eindrücke der Ausstellung. Bortfeldt zeige das Wesenhafte von Dingen, verleihe ihnen eine Seele und fordere damit den Betrachter heraus.

Viele neugierige Blicke bei der Eröffnung bestätigten, dass sich das Auge diesen eigenwilligen Phantasiegebilden nicht entziehen kann. Der 1955 in Hannover geborene Bortfeldt ist ein weit über die Region hinaus bekannter und anerkannter Künstler. Seit 1990 lebt und arbeitet er in Aachen und Belgien, sein Arbeitsraum befindet sich im Atelierhaus Aachen.

„Bortfeldt gibt Einblicke in eine Welt hinter Glas, präsentiert Natur und Technik wie im Schaukasten”, beschrieb die Aachener Kunsthistorikerin Helga Scholl in ihrer Einführung. Der extravagante Künstler schaffe Terrarien mit artifiziellen Elementen, Laboratorien mit Versuchsreihen und stelle Erfundenes wie Lebendiges dar.

„In seinem künstlerischen Stoffwechsel finden wir Gefäße, rote Blutkörperchen, blaue Bazillen, malerische Moleküle, Pantoffeltierchen und viele Anspielungen auf Märchen und Mythen.” So widme sich Bortfeldt mit seinen Übergängen vom Biologischen zum Technischen auch den Grundfragen unserer Existenz.

Mit der Technik der Hinterglasmalerei entstehen Perspektive und Vielschichtigkeit. „Seine Arbeit ist ein ständiges Suchen, Aufspüren und Chiffrieren. Mit Gegensätzen baut er Spannung auf”, erklärte Scholl. Mit geheimnisvollen Titeln wie „Gelblinge” oder „Kreuzteilchenbeschleuniger” schafft der Künstler hintergründigen Humor. Kleine Kritzeleien brechen die Düsternis und schaffen eine unerwartete Leichtigkeit.

„Über das Ergebnis des kreativen Prozesses ist niemand so überrascht wie der Künstler selbst”, sagte Scholl. Neben der Malerei bestechen auch Bortfeldts skulpturale Arbeiten durch ihre große Ausdruckskraft.

Die Ausstellung „Bilder” von Thomas Bortfeldt im Forum für Kunst und Kultur im Eurode-Bahnhof, Bahnhofstraße 15, ist bis 28. Februar dienstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet (feiertags geschlossen).
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