Theaterverein Oidtweiler blickt zurück: 25 Jahre auf der Bühne

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Da bleibt kein Auge trocken: So wie hier Heinz Willi Claßen und Ingrid Harren agieren alle Akteure stets mit Herz, Seele und vollem Körpereinsatz.

Baesweiler. Premiere geglückt, jetzt gründen wir einen Verein! Auf diese Kurzformel könnte man die Stimmung von damals bringen. Wenn nicht noch viel mehr „dahinter” stecken würde, in den Tagen, als sich der Theaterverein 1985 Oidtweiler gründete. Am 26. März wird gefeiert.

Geburtshelfer war im Grunde ein weiterer Verein aus dem ehemaligen „Baesweiler 4” - so die amtliche Bezeichnung vor der Eingemeindung: der Junggesellenverein 1881 Oidtweiler in Person von Reiner Küppers. Vor 25 Jahren, ganz genau am 26. März, hatten sich die Theaterfreunde um Küppers organisiert. Drei Tage, nachdem sie im Saal Mürkens ihr Premierenstück „Betriebsklima jammervoll, Betriebsklima wundervoll” rauschend gefeiert hatten.

Alles andere also als Katzenjammer empfanden die Gründer, die euphorisch ihr „Baby” aufzogen. Davon berichtet als Zeitzeuge der heutige Vorsitzende Peter Fuhren. Aber auch ein wie von gezogener Feder anzusehendes, handschriftlich geführtes Buch kündet von 25 Jahren fein gespielter Theatergeschichte. Fuhren hält die Chronik wie einen Schatz in seinen Händen. Eugen Graf, erster Schriftführer im Theaterverein, hatte es zuerst geführt. Birgit Olschewski übernahm, bis Heinz Willi Claßen sich der modernen Informationstechnologie bediente und per Computer die Geschichte bis zum heutigen Tage nachzeichnet.

Auch das erste Plakat hat Fuhren - wie alle anderen großformatig gedruckten Hinweise - noch im Vereinsarchiv. Ebenso wie Rollenhefte und ganz viele Bilder. Seit der Gründung, die damals als Vorsitzenden Heinz Geurtz an die Vereinsspitze brachte, sind neben Peter Fuhren auch noch Kassierer Hans Esser und Spielleiter Dieter Heipertz im Vorstand. Zwei Jahre später kam Ingrid Harren dazu. „Bei sechs bis sieben Aufführungen hatten wir nicht selten 1000 Zuschauer”, erzählt Fuhren stolz und betont: „Wir haben nie versucht, irgendwelche Ensembles nachzumachen”, orientiere sich nicht an Millowitsch, Ohnsorgtheater oder Komödienstadel.

Grande Dame Käthe Seib

In Oidtweiler entstand etwas Eigenständiges. Eine Linie, die gepflegt wird. Fuhren war einer der erfahrensten „Volksschauspieler”. Er hatte schon als Zehnjähriger mit dem unvergessenen Alsdorfer Tenor Matthias Juchem für Germania Hoengen auf der Bühne gestanden. In den 25 Jahren der Vereinsgeschichte modifizierte sich das Team nur leicht. Oidtweilers Volkstheater punktet mit Beständigkeit. Jedes Jahr wurde ein neues Stück aufgeführt - allzu gerne erinnern sich die älteren Zuschauer auch an die „Grande Dame” des Theaters, Käthe Seib. Sie lieferte sich mit Dieter Heipertz wahre Schlachten, die aufs Zwerchfell gingen.

Der Verein etablierte sich im Orts-, aber auch im Stadtbild. Regelmäßige Einsätze bei den Weihnachtskonzerten belegten, dass man zum gefragten Partner wurde. Beim Jubiläumsabend, der geladenen Gästen gewidmet ist, wird eine großformatige Bildpräsentation ein Vierteljahrhundert heimisches Theater wieder lebendig machen. Peter Fuhren ist stolz: „Wir feiern genau am Gründungstag, am 26. März.” Nur, dass es damals ein Dienstag war. Vielleicht hat man deshalb auch alle Diensthaftigkeit am Kunden ins Engagement gepackt.
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