Texte aus Konzentrationslager: Gedichte, die betroffen machen

Von: ny
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Würselen. „Anders wäre das Leben nicht möglich gewesen.“ Unter diesem Motto haben Frauen, die zwischen 1939 und 1945 im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück überlebt haben, Gedichte geschrieben. Der Literaturkurs des Gymnasiums hatte anlässlich des Gedenktages der Opfer der Nationalsozialisten am Sonntag zu einer ganz besonderen Matinee ins Alte Rathaus geladen.

Die Schüler trugen Gedichte vor, die in Ravensbrück erdacht, erträumt, geschrieben und aus dem Lager geschmuggelt worden waren. Die Gymnasiasten trugen die Lyrik auf deutsch vor, im Original lasen Muttersprachler.

Die Gedichte hatten den Frauen in Ravensbrück eine eigene Stimme verliehen. Das Ungeheuerliche des Lagers wurde in mehr als 100 Gedichten gebannt, die überliefert sind.

Die Zuhörer im Alten Rathaus waren auch gebannt. Harald Claßen untermalte die rezitierten Worte der Schüler per Klarinette mit Melancholie. Jürgen Nendza, Lehrer des Literaturkurses, fand bewegende Worte für die Gedichte der Frauen, die sie mutig verfasst hatten: „Im Inneren der Frauen entstand durch die Gedichte ein Raum der Freiheit. Das bedeutete die Wiedergeburt des zertretenden Menschen.“ Mit diesen Worten zog er den Kreis zum punktgenauen Motto der Matinee: „Anders wäre das Leben nicht möglich gewesen.“

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