Teutonia: Im Handballdorf gut behauptet

Von: ehg
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Auszeichnungen: Für den Fußballkreis Aachen nahm der Ehrenamtbeauftragte Horst Auzinger (6.v.r.) einige Verbandsehrungen vor. Natürlich erhielt der Vorsitzende des FC, Peter Pütz, zum Jubiläum einen Spielball überreicht. Foto: W. Sevenich

Würselen. Allen Grund, das 90-jährige Bestehen zu feiern, hat der Fußballclub Teutonia Weiden mit derzeit rund 300 Mitgliedern. Hat doch der 1919 in der Gaststätte Johann Classen an der Eschweilerstraße gegründete Verein im Handballdorf Broichweiden durch die Jahrzehnte eine Nische gefunden.

Die größten Erfolge feierten die Teutonen 1972/73 und 1980/81, als die erste Mannschaft mit den Trainern Hans Offermanns/Alfred Wolter beziehungsweise Willi Grotenrath Meister wurde und in die heutige Bezirksliga aufstieg.

Seit 1970 mischten Frauen auf dem grünen Rasen kräftig mit. Die Mädchen und Frauen, die zuletzt in der Regionalliga kickten, machten ihren Verein weit über die Grenzen des Fußballkreises hinaus bekannt. Schade, dass die Frauenfußball-Ära durch die Abwanderung der Abteilung zu Alemannia Aachen nach 38 Jahren ein jähes Ende fand. Ein herber Verlust für den Verein, aber auch für die Stadt Würselen.

Welches hohe Ansehen der FC Teutonia genießt, zeigt auch die Summe der Spenden. Mit den Schirmherren Leo Jansen (Sparkasse Aachen) und Leo Peter Pohen (VR-Bank) freute sich der Vorstand über 6000 Euro. Viele befreundete Vereine, aber auch der künftige Bürgermeister Arno Nelles gratulierten der Teutonia herzlich und stießen bei der Thekeneröffnung nach Abpfiff des Meisterschaftsspiels der „Ersten” in lockerer Atmosphäre auf eine erfolgreiche neue Zeit an. Die Glückwünsche des Fußballkreises überbrachte Ehrenamtsbeauftragter Horst Auzinger. Für Stimmung sorgten die Sänger Peter Andree und Marc Mare.

Viele Verdienste

Vorsitzender Peter Pütz und Stellvertreter Gerd Schicke ließen die Jubilare hochleben. Die silberne Vereinsnadel steckten sie Thomas Schicke, Erik Juchems und Holger Renn an, die nicht nur auf dem grünen Rasen bis zum Aufstieg in die B-Jugend-Bezirksliga beziehungsweise zum Wiederaufstieg in die Kreisliga A glänzten, sondern auch wichtige Aufgaben in der Vereinsarbeit übernahmen.

Zu danken hatte der Verein aber auch den Silberjubilaren Paul Schmitz und Anton Tillmann für jahrelanges Engagement. Mit der goldenen Vereinsnadel wurden Guido Roth, Organisator des großen Jugend-Pfingstturniers, Willibert Keulers und Peter Vonhoegen, Spieler im Jugend- und Seniorenbereich, geehrt, wobei sich Vonhoegen auch als Trainer und Vorsitzender in die Pflicht nehmen ließ. Die goldene Nadel gebührte nicht minder dem langjährigen Mitglied Josef Hermanns.

Vorsitzender Peter Pütz drehte das Rad der Vereinsgeschichte ins Frühjahr 1956 zurück, als sich die „Teutonia” nach sechs Jahren Fusion in Freundschaft wieder von der DJK Westwacht Weiden löste. Vier Mitglieder aus jener Zeit ernannte der Verein zu Ehrenmitgliedern: Erwin Zimmer, Matthias Coir, Heinz Dassen und Peter Debye.

Sie schnürten bei den Senioren ihre Fußballschuhe, erwarben sich aber auch um die Nachwuchsarbeit Verdienste. Mit Annemie Keulen erfuhr eine tragende Säule des Frauenfußballs - sie war jahrzehntelang Jugendtrainerin - diese hohe Auszeichnung. Auf über 50 Jahre Mitgliedschaft hatte es Hans Lenz gebracht. Schließlich war da noch der ehemalige Seniorenspieler Helmut Schmoll, der sich nach seiner aktiven Zeit in die Jugendarbeit einbrachte und die Alten Herren leitete.

Ehrenamtsbeauftragter Auzinger überbrachte nicht nur die Glückwünsche des Fußballkreises. Er nahm auch drei Ehrungen vor. Die silberne Nadel des Verbandes steckte er Alexandra Abels und Jürgen Wezel an. Mit Gold würdigte der Verband die Verdienste, die sich der stellvertretende Vorsitzende Gerd Schicke über viele Jahre erwarb.

Bei ausgelassener Stimmung und bester Feierlaune ging nach dem gelungenen Auftakt auch der von Udo Annas flott moderierte Festabend über die Bühne. Ihren nicht unmaßgeblichen Anteil hatten daran die Showtanzgruppe der „Hölze Päed”, das Humoristenduo „Schlabber und Latz” (Alsdorf) und der Sänger Fino, der sich als Garant für beste Partylaune entpuppte. Aber auch die Band „Feedback”, die stets den richtigen Ton traf.
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