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Temperamentvolle Lebensart von der iberischen Halbinsel

Von: rüt
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Spanien lässt grüßen: Beim Europafest in Alsdorf steht das Partnerland im Mittelpunkt. Viele Veranstaltungen, unter anderem ein großer Festzug am Sonntag, werden die Kultur, näherbringen. Foto: Rütten-Sieben/Archiv

Alsdorf. „Viva Espana!” Seit Freitag geht es in Alsdorf ganz schön spanisch zu. Noch bis Dienstag wird das Europafest ganz im Zeichen des Partnerlandes stehen.

Auch Gabriel Diaz hat im Moment jede Menge zu tun. Schließlich wollen er und sein Geschäftspartner Francisco Paniagua, beide Inhaber des spanischen Restaurants Ritmo, in dem sich regelmäßig viele der in Alsdorf lebenden Spanier einfinden, die Kultur ihres Landes entsprechend präsentieren.

Die „deutsche Geschäftigkeit” hat von ihm Besitz ergriffen, obwohl der gebürtige Deutsche in Alsdorf eigentlich eins vermisst: „Wenn ich meine Eltern in Cordoba besuche, dann wird der Tisch vor die Tür gestellt, die Nachbarn kommen, es gibt Brot, Oliven und Wein und wir sitzen beisammen,” erzählt Diaz.

„Die Spanier arbeiten, um zu leben”, sagt er, während er selbst Vorbereitungen für den Mittagstisch trifft. Seit acht Jahren führt Gabriel Diaz das Ritmo. Er macht mit Begeisterung Musik, liebt es, der Gitarre spanische Klänge zu entlocken, singt mit Inbrunst. „Die spanische Kultur spielt sich sehr viel hier ab. Die Leute kommen hierher, sind zusammen, reden, spielen Gitarre”, meint Gabriel Diaz.

Reichlich Musik

An manchem Abend ist daher schlicht und ergreifend âder Bär losÔ und der spanische Funke springt über, spätestens dann, wenn Diaz selber zum Mikro greift. Musik ist eindeutig ein wichtiger Aspekt der spanischen Kultur.

Gitarren-, Flamencotanz- und Spanischunterricht gibt es im Ritmo gratis, letzteren bietet Francisco Paniagua an. Die Frage, ob er sich eher wie ein Deutscher oder ein Spanier fühlt, kann Gabriel Diaz ohne nachzudenken beantworten: „Ich bin beides.” Und das hälftig, bekräftigt er. Allerdings hat er, obwohl er in Deutschland geboren ist, die andere Staatsangehörigkeit behalten und ist stolz auf seinen spanischen Pass. „Ich will auch Spanier sein”, sagt er. Der 44-Jährige ist verheiratet und hat zwei Söhne, die, wie sollte es anders sein, ebenfalls leidenschaftlich gerne musizieren. Seine Eltern sind nach ihrer Pensionierung wieder nach Südspanien zurückgekehrt. „Das machen viele so”, meint Diaz.

Insgesamt leben in Alsdorf 251 Bürger mit spanischer Staatsangehörigkeit. Daniel Gonzales (47) gehört auch dazu. Er wurde in Deutschland geboren, ist aber in Spanien aufgewachsen. Seit 1974 lebt er wieder in Deutschland, die meiste Zeit davon in Alsdorf. Wohin sein Herz gehört ist schnell klar: „Hola, ich bin Spanier!”, sagt er.

Regelmäßig fährt er nach Cordoba, dort lebt seine Mutter. „Meine halbe Familie ist in Spanien verstreut”, erzählt Gonzalez. Früher besuchte er gelegentlich den spanischen Kulturverein doch mittlerweile verschlägt es ihn auch öfter ins Ritmo, um seine Landsleute zu treffen. Mit Begeisterung verfolgt er, was die Spanier so im Sport machen. Da leisten sie einiges, findet er, nicht nur, weil sie aktuell Weltmeister im Baseketball sind.
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