Würselen - Tausche T-Kreuzung gegen Kreisel

Tausche T-Kreuzung gegen Kreisel

Von: Georg Pinzek
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Achtung Verkehrshelfer: Auf dem Kreuzungsbereich Sebastianusstraße/Drischer Straße soll ein Kreisverkehr angelegt werden. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Es dreht sich weiter um die Verkehrsführung am Fuße von St. Sebastian: Eine „optimierte Entwurfsplanung” für den Ausbau der Sebastianusstraße, Drischer Straße und Wilhelmstraße legte die Verwaltung jetzt im Rathaus vor.

Am Kreuzungsbereich vor dem Pfarrhaus (Sebastianusstraße/Drischer Straße) sprach sie sich für einen Kreisverkehr und vor der Kaplanei/Jugendheim (Drischer Straße/Wilhelmstraße) für eine T-Einmündung aus.

An einen Kreisel Wilhelm-/Friedrichstraße soll wegen der Kollision mit der dort verlaufenden Bahntrasse kein weiterer Gedanke verschwendet werden. Als nicht so optimal wurde die Planung hingegen von der Jamaika-Kooperation und der UWG im Ausschuss für Stadtentwicklung, Straßenbau, Umwelt und Verkehr bewertet und in der Konsequenz in ihrem Sinne erneut optimiert.

Am Ende der Debatte hieß es: tausche T-Einmündung gegen Kreisverkehr und umgekehrt. Darin wiederum sehen der Technische Beigeordnete Till von Hoegen wie auch die SPD keine Verbesserung - im Gegenteil. Mit großer Mehrheit wurde die variierte Planung dennoch als Grundlage für einen Zuwendungsantrag auf den Weg gebracht.

865.000-Euro-Projekt

Vorsitzender Hans Carduck (FDP) hatte eingangs eindringlich an den Ausschuss appelliert, „sich nicht länger vor einer Entscheidung zu drücken”. Eine solche bestehe ja im Grundsatz, erklärte SPD-Sprecher Stefan Mix. Er plädierte dafür, so zu verfahren, wie die Verwaltung vorgeschlagen habe.

CDU-Sprecher Balthasar Tirtey erinnerte an die Bürgerbeteiligung im Oktober des vergangenen Jahres, dabei hätten sich auch Anwohner gegen einen Kreisel Drischer Straße/Wilhelmstraße ausgesprochen. Tirtey sprach einem Kreisverkehr in Nachbarschaft zum „Dom” eine größere Brems- und Signalwirkung zu. Der Unionspolitiker regte an: „Schon heute mit der Suche nach Sponsoren für die Gestaltung dieses Eingangstores zu beginnen.” Tirtey forderte Nachbesserungen bei der Planung für Fußgängerüberwege und Parkmöglichkeiten.

Zweifel an der verkehrsberuhigenden Wirkung des Kreisels an der von der Mehrheit im Ausschuss favorisierten Stelle hegten sowohl der Technische Beigeordnete als auch Christoph Küppers (SPD). Till von Hoegen: „Mit dem entsprechenden Anlauf kann der Kreisverkehr von manchen Autofahrern wohl recht schwungvoll genommen werden.” Küppers sagte: „Wir brauchen eine verkehrstechnisch sinnvolle Lösung und keinen aus optischen Gründen platzierten Kreisverkehr, der mit Tinnef dekoriert werden soll.” UWG-Sprecher Theo Scherberich verteidigte hingegen ebenfalls die Entscheidung den Kreisverkehr Richtung Sebastianusstraße zu verlegen: „Die T-Einmündung an der anderen Stelle verbessert obendrein die Schulwegsicherheit.”

FDP-Sprecher Markus Carduck gab zu bedenken: „Die Einflugschneise der Raser ist von der Oppener Straße kommend, da macht es natürlich auch nur Sinn, sie bereits etwa in Höhe der Kirche in Empfang zu nehmen und die Fahrzeuge zu bremsen.”

Grünen-Sprecherin Renate Knauf will überdies geprüft wissen, ob eine Geschwindigkeitsreduzierung auf der Sebastianusstraße durch eine schmalere Fahrbahnbreite erzielt werden könne. Und außerdem: „Die Anlage der Parkplätze sollte zugunsten der Radwege überdacht werden.”

Für die rund 865.000 Euro teure Baumaßnahme wird auf Zuschüsse in Höhe von 307.000 Euro gehofft, die Anlieger müssen sich voraussichtlich Kosten von 256.000 Euro teilen. Die Stadt kalkuliert mit einem Eigenanteil von 301.000 Euro. Wann das Team vom Tiefbau anrücken kann, hängt letztendlich von der Bewilligung der Zuschüsse ab.
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