Tanklaster bricht auf dem Gehweg ein

Von: Michael Giesen
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Für den - inzwischen leergepumpten - Öltankwagen, ein 25-Tonner, geht es am Donnerstagnachmittag weder vor noch zurück. Foto: Michael Giesen

Merkstein. „Da hat der Trucker ja richtig Schwein gehabt.” Der Mann im grauen Blaumann ist vom Energieversorger Enwor und gerade an der Unglücksstelle eingetroffen.

Ein Tanklastwagen steht in der Einfahrt zu einem Grundstück an der Geilenkirchener Straße wenige Meter von dem Schleypenhofer Kreisel entfernt. Für das Haus Nummer 436 hat er Öl gebracht. 2000 Liter. Jetzt ist er leer. Wegfahren kann der Fahrer des dreiachsigen 25-Tonners nicht mehr. Unter dem Lkw klafft ein großes Loch.

Beim Zurücksetzen in die Baulücke (Geilenkirchener Straße 434) hat er im Rückspiegel gesehen, wie der Boden nachgab und sich das Fahrzeug nach hinten absenkte, erinnert sich der Fahrer etwa eine Stunde nach dem Unglück. Sofort habe er die Nachlaufachse auf den Boden aufgesetzt und sei noch ein paar Schritte weiter zurückgefahren. Man merkt dem Mann die Erleichterung darüber an, dass ihn keine Schuld trifft.

Sachverständige

Ob es einen „Schuldigen” gibt (oder gar mehrere) müssen Sachverständige herausfinden. Von Enwor soll jemand kommen, aus Hückelhoven wird ein Bergbaufachmann angefordert, der sich in puncto Folgeschäden auskennt.

Gegen 14.30 Uhr sei die Feuerwehr informiert worden, bestätigt Stadtbrandinspektor Bernd Hollands. Jürgen Venohr vom Ordnungsamt ist da und Vertreter vom Fachbereich Bau und Betrieb der Stadtverwaltung nehmen das Loch unter dem Tanklaster sachkundig in Augenschein. Auch Bürgermeister Christoph von den Driesch ist herbeigeeilt, um sich über die Lage zu informieren.

Kurz vor dem Tankwagen war die in Aachen wohnende Besitzerin des Hauses eingetroffen, für das das Heizöl bestimmt war, um den Keller aufzuschließen. Zum Glück ist sie mit ihrem VW Polo nicht auf dem Bürgersteig eingebrochen. Der Schaden wäre wohl ein anderer gewesen.

Bis zum Anbruch der Dunkelheit rauchen schließlich die Köpfe der Fachleute. Alles sieht danach aus, als müsse der Tanklaster erst mal dort „übernachten”. Dann wird wohl heute einiger Aufwand betrieben werden müssen.
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