Würselen - Tagesstätte des DRK will Nachwuchs noch besser fördern

Tagesstätte des DRK will Nachwuchs noch besser fördern

Von: Nina Krüsmann
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Verantwortliche und zu Betreuende sind stolz: Die Kindertagesstätte vom DRK-Kreisverband Städteregion an der Birkenstraße 65 ist vom Institut zur Förderung hoch begabter Vorschulkinder als „Integrativer Schwerpunktkindergarten für Hochbegabtenförderung“ zertifiziert. Foto: Krüsmann

Würselen. Hochbegabte Kinder sind in der Kindertagesstätte vom DRK-Kreisverband Städteregion Aachen an der Birkenstraße 65 gut aufgehoben: Vom Forscher-Projekt über Baustellen-Workshops bis hin zum Philosophieren haben Mädchen und Jungen mit besonderen Talenten und Interessen hier viele Entfaltungsmöglichkeiten. Die „Kita mit dem Elefanten“ besteht seit 1991 und ist bereits als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert.

Bunte Vielfalt herrscht hier überall: Kinder mit besonderen Begabungen, Behinderungen oder mit Migrationshintergrund lernen und spielen gemeinsam. Angebote wie Early English, Bewegung in Kleingruppen oder Exkursionen in den Wald gibt es auch in anderen Kitas. Spezielle Sprachförderung, Kinderkonferenzen, ja sogar ein Kinderparlament sowie Begabungsförderung und Lernwerkstätten nach persönlicher Neigung mit Erstellung eines Portfolios gibt es so nur an der Birkenstraße.

Dafür wurde die Einrichtung unter Leitung von Michaela Laser jetzt vom Institut zur Förderung hoch begabter Vorschulkinder (IHVO) als „Integrativer Schwerpunktkindergarten für Hochbegabtenförderung“ zertifiziert. Hanna Vock und Barbara Teeke vom IHVO stellten dem Team und den Eltern sowie Ingo Kohnen, stellvertretender Vorsitzender des DRK Kreisverband Städteregion Aachen, im Rahmen einer kleinen Feier das Konzept vor.

Zwei Jahre lang haben sich Laser und die Mitarbeiterin Rebecca Westerhausen in einem IHVO-Zertifikatskurs unter der Leitung von Barbara Teeke zusätzliche Kompetenzen erarbeitet. „Diese Kompetenzen zielen darauf, hoch begabte und besonders begabte Kinder, also rund 15 Prozent jedes Jahrgangs, besser zu erkennen, zu verstehen und zu fördern“, erklärt Hanna Vock.

Die Interessen abfragen

Weitere Mitarbeiterinnen sind noch im IHVO-Kurs. „Der Begriff Integrativ bedeutet, dass der Kindergarten kein Spezialkindergarten für Hochbegabte ist. Auch die Kinder, die langsamer lernen, die mehr Übung und Unterstützung brauchen, finden hier das richtige Umfeld“, erklärt Teeke.

Ein Interessenfragebogen etwa richtet sich direkt an jedes Kind: Was spielst Du gerne? Was sammelst Du? Was kannst Du gut? Was ist Dein Lieblingsbuch? Was willst Du mal werden? „So können wir jedes Kind individuell fördern. Wir beziehen auch die Eltern mit ein, haben eine Kartei ihrer Berufe, so dass Experten auf bestimmten Gebieten unsere Arbeit unterstützen können“, erklärt Laser. Seit zwei Jahren gibt es für interessierte Kinder das „Philosophieren“. „Wir beschäftigen uns mit Fragen wie zum Beispiel Was ist ein Traum? Was ist hässlich? Was ist schön? Die Kinder sind ganz toll bei der Sache“, freut sich Lisa Zellner-Kühnle.

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