SuS will nicht weiter im Dunkeln stehen

Von: Beatrix Oprée
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Herzogenrath. „Wir haben Sorgen! Bitte helft uns”, lautet der dringende Appell der Verantwortlichen der SuS-Jugendabteilung an die Verantwortlichen im Rathaus.

Der Hintergrund: Regelmäßig mit Beginn der Winterzeit stehen die Kinder des Traditionsvereins vom Fuchsberg beim spätnachmittaglichen Training im Dunkeln, denn Lampen, geschweige denn eine Flutlichtanlage gibt es im idyllisch gelegenen Waldstadion nicht.

Zwar ist der Tennenplatz des SuS an der Ruifer Straße, auf dem denn auch die älteren SuS-Jugendlichen sowie die Senioren trainieren hell erleuchtet.

Aber mit den Minis der E-Jugend dort zu spielen, lehne er strikt ab, beharrt SuS-Jugendleiter Ralf Klohr: zu gefährlich. Der Platz sei nicht eingefriedet, für jeden frei zugänglich, entsprechende Spuren müssten dort regelmäßig beseitigt werden. „Flaschen, Glasscherben, Spritzen und Ähnliches liegen da herum, von Hundekot ganz zu schweigen”, schildert eine besorgte Mutter ergänzend.

Eine Toilette geschweige denn Umkleiden gibt es nicht mehr, seit die bis dato mitgenutzte Turnhalle samt Grundschule zugunsten des Neubaugebietes Riufer Weiden abgerissen worden war: „Sollen die Kinder etwa in die Büsche gehen?”

So wurde denn der Ortstermin auf dem Fuchsberg, der eigentlich dem Testlauf des Stadtsportverbands für eine mobile Lichtanlage galt, zum emotionsgeladenen Pläydoyer für eine „echte” Flutlichtanlage.

Unter anderem die Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann, Bereichsleiter Josef Poqué, Manfred Borgs, Geschäftsführer des Stadtsportverbands, Herbert Pagel, Geschäftsführer des sponsorbereiten Energieversorgers Enwor, sowie Jörg Krupp, Geschäftsführer der Jungfüchse, des Fördervereins der SuS-Jugendabteilung, waren gekommen, um die beiden zunächst ausgeliehenden Stative mit Leuchtballons namens „Powermoon” in Augenschein zu nehmen, die das erste Drittel des Platzes in grellgelbes Licht tauchten.

Mit einigem Aufwand ist ihr Aufbau verbunden, erläutert Jugendtrainer Ralf Straatmann: die schweren Stative an Ort und Stelle schleppen und fixieren, Kabel verlegen, Transformatoren anschließen. „Wenn ich das tue, dann nur für die Kinder”, sieht auch er die Stadt in der Pflicht.

Denn, so hatte es Ralf Klohr den Anwesenden vorgerechnet, 37 Prozent der im Jahreslauf eigentlich zum Training für die Kleinen nutzbaren Zeit könne aus Lichtmangel nicht genutzt werden - andere Teams mit ganzjährig bespielbaren Plätzen seien hier im Meisterschaftsreigen eindeutig im Vorteil.

Dankbar hatte Klohr auf die mittlerweile eingegangene Kooperation mit Union Ritzerfeld verwiesen, die der C-Jugend und nunmehr auch der D-Jugend des SuS Platz zum Balltraining macht, aber „hier ist auch das Ende der Fahnenstange erreicht”.

Abgesehen von den leeren Stadtkassen spielt das Thema Rasen eine zentrale Rolle: Denn damit sich eine teure Flutlichtanlage auch wirklich lohnt, sollte sie nicht nur für das Training der Jüngsten genutzt werden.

Dies sei aber dem vor allem in der kälteren Jahreszeit dem Rasen gar nicht zuträglich, führten die Beigeordnete und der Bereichsleiter den ambitionierten Sportlern vor Augen. Froese-Kindermann: „Dann ist der Platz schnell abgängig...”

Zwecks weiterer konkreter Gespräche ist nun der SuS-Vorstand gefragt. Nach dem Rücktritt von Detlef Unverzagt ist wieder Dieter Kreutz als kommissarischer Vorsitzender eingesetzt worden. Und der hat sich nach einem Gespräch mit den Jugendvertretern zum vehementen Anwalt der Kinder gemacht.

Vorstoß bei der Stadt

Schon im vergangenen Jahr habe er einen Vorstoß bei der Stadt gemacht, das Flutlicht von der Ruifer Straße zum Fuchsberg zu bringen, was aus technischen Gründen und aufgrund des Alters der Anlage abgelehnt worden sei.

„So kann es aber nicht weitergehen. Wir sind der einzige Verein, der auf dem Trockenen steht”, weist auch Kreutz auf eine eindeutige Wettbewerbsverzerrung im Spielbetrieb zu Ungunsten des SuS hin.

Gelder aus dem Konjunkturpaket oder eventuell kombinierte Zuschüsse von Stadt, Stadtsportverband und einem Sponsor könnten vielleicht weiterhelfen bei der Lösungssuche. Kreutz hat jetzt Bürgermeister Christoph von den Driesch um ein Gespräch gebeten.
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