Baesweiler - Studie: Mit der Euregiobahn nach Baesweiler

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Studie: Mit der Euregiobahn nach Baesweiler

Von: Stefan Klassen
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Wie gehts weiter mit der Eure
Wie gehts weiter mit der Euregiobahn? Eine Machbarkeitsstudie soll drei Trassen-Varianten Richtung Baesweiler prüfen. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Wird die Euregiobahn einmal am Carl-Alexander-Park (CAP) und im Gewerbegebiet halten? Fährt sie von Merkstein oder Alsdorf aus ins Stadtgebiet Baesweiler? Ist eine Verbindung über Kellersberg und Siersdorf möglich?

Viele Fragen und „zahlreiche Konjunktive”, wie Baesweilers Erster und Technischer Beigeordneter Peter Strauch betont, wirft das Thema Euregiobahn in der Stadt des Löwen derzeit auf. Klarheit, ob und wo und ab wann der begehrte Zug rollen könnte, soll eine Machbarkeitsstudie bringen. Baesweilers Verkehrsausschuss hat nun ein deutliches Signal dafür gesetzt, diese schnellstmöglich in Auftrag zu geben.

Zu diesem Zweck sollen nun mehrere Fachbüros kontaktiert werden. Die Kosten für das Gutachten tragen voraussichtlich die Euregio Verkehrsschienenetz GmbH (EVS), DB Regio, Nahverkehr Rheinland (NVR) sowie die Städte Baesweiler und Alsdorf. Nach Schätzung des NVR, der die Möglichkeiten der Anbindung Baesweilers an das Schienennetz bereits in mehreren Varianten angedacht hat, kommen auf jede Kommune rund 10.000 Euro zu.

Damit dieses Geld zielorientiert eingesetzt und das Verfahren schnell umgesetzt werde, hatte Baesweilers SPD bereits im Vorfeld der Sitzung des Verkehrsausschusses eine der drei NVR-Varianten favorisiert: eine Trassenführung von Alsdorf über Kellersberg-Mariagrube, Industriepark, Siersdorf und Baesweiler bis Setterich. Diese sei verkehrstechnisch und wirtschaftlich die sinnvollste Option, bekräftigte im Verkehrsausschuss noch einmal SPD-Ratsherr Alfred Mandelartz. Die beiden anderen Streckenführungen - von Merkstein bis zum CAP sowie von Alsdorf entlang der B 57 Richtung CAP - seien zu aufwendig und teuer.

Vergleichen statt fokussieren

Die SPD stellte deshalb den Antrag, die Machbarkeitsstudie auf die Variante via Siersdorf zu fokussieren „und mit den umliegenden und zu beteiligenden Kommunen und den Verkehrsverbänden Gespräche zu führen, damit die Machbarkeitsstudie möglichst schnell, im notwendigen Umfang und zielführend beauftragt werden kann.

Weder bei der CDU-Mehrheit im Ausschuss noch der Stadtverwaltung stießen die Genossen damit jedoch auf Gegenliebe und Verständnis. Technischer Beigeordneter Peter Strauch warnte davor, „im Vorfeld zwei Varianten bereits auszublenden”. Eine Machbarkeitsstudie sei genau dazu da, mehrere Varianten miteinander zu vergleichen und die besten herauszuarbeiten. Erst dann solle die Politik konkretere Beschlüsse fassen. Die gleiche Ansicht vertrat Christoph Mohr (CDU). „Die Experten sollen erst einmal alle drei Streckenoptionen prüfen.”

Der Verkehrsausschuss lehnte schließlich mehrheitlich den Antrag der SPD ab und sprach sich im Gegenzug - bei Enthaltung der SPD-Vertreter - dafür aus, eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen, die alle drei Varianten untersucht. Strauch schätzt, dass die Machbarkeitsstudie bis zum Jahresende 2011 vorliegen kann.
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