Würselen - Straßenschäden: Stadt Würselen muss Prioritäten setzen

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Straßenschäden: Stadt Würselen muss Prioritäten setzen

Von: Georg Pinzek
Letzte Aktualisierung:
Straßenschäden
Der milde Winter sorgt dafür, dass Autofahrer seltener mit Situationen wie dieser konfrontiert werden. Foto: dpa

Würselen. Das ist ein schwacher Trost: Der milde Winter hat die Zahl der Risse und Schlaglöcher in den Fahrbahnen, schiefen Bordsteine und lockeren Gehwegplatten nicht wesentlich vergrößert. Aber das Ausmaß der kaputten Straßen reicht vielen Verkehrsteilnehmern ohnehin schon, um der Infrastruktur ein schlechtes Zeugnis auszustellen.

Die Warnung vor Straßenschäden gehört an so manchen Stellen auch zum Würselener Stadtbild. Die Stärkungspakt-Kommune musste sich auch kürzlich im Karneval den Spott darüber gefallen lassen. Im Namen des Dreigestirns verkündete Herold Ralf Kever: „Die Lehnstraße und die Kreuzstraße werden dem ADAC als Stoßdämpfer-Teststrecke zur Verfügung gestellt. Aus den zu erwartenden Einnahmen werden nicht die Löcher im Haushalt, sondern in den Straßen gestopft.“

Nach der jecken Zeit muss sich nun die Kommunalpolitik mit dem leidigen Thema wieder auseinandersetzen. Der Maßnahmenkatalog 2014 steht im Ausschuss für Technik, Gebäude und Flächenmanagement heute, 18 Uhr, auf der Tagesordnung. Um es vorwegzunehmen: Weder die Lehnstraße noch die Kreuzstraße stehen auf der Liste der Verkehrswege, die in diesem Jahr parat gemacht werden sollen.

20 Projekte aufgelistet

Die Stadtverwaltung schlägt mit Blick auf das Haushaltsloch lediglich 20 Straßen für das Programm vor. 292.000 Euro sind im Haushalt eingeplant. 60.000 Euro sind aber allein schon für Notmaßnahmen im Rahmen der Verkehrssicherheitspflicht reserviert. Gerechnet wird damit, dass 35.000 Euro nötig sind, um Versorgungsleitungen zu verlegen, Markierungen anzubringen, teerhaltiges Material zu entsorgen sowie für Straßenbäume und -begleitgrün. Unter dem Strich bleiben da nur noch 197.000 Euro für systematische Reparaturen. Im Stadtteil Pley stehen die Straßen Auf dem Gewann (13.000 Euro) und Kamper Gracht (4000 Euro) auf der Vorschlagsliste der Verwaltung. In Bardenberg sollen die Fahrbahnen der Heidestraße (6000 Euro), der Atherstraße (13.000 Euro) und An Wilhelmstein (5000 Euro) saniert werden.

Schwerpunkte in den Stadtteilen

In der Siedlung Teut soll die Teut-straße (25.000 Euro) und in Tellebenden die Straße Luftschacht (3000 Euro) hergerichtet werden. In Mitte stehen Ringstraße (19.000 Euro), Haaler Straße (Gehweg mit Baumscheiben/22.000 Euro, Alter Kaninsberg (6000 Euro) und die Industriestraße (12.000 Euro) auf dem Katalog.

In Broichweiden sollen Helleter Feldchen (15.000 Euro), Herderstraße (18.000 Euro), Uhlandstraße (9000 Euro) , Schillerstraße (6000 Euro), Parkstraße (12.000 Euro) und Stifterstraße (9000 Euro) in Angriff genommen werden. In Linden-Neusen soll die Kolping-straße (7000 Euro) saniert werden. In Euchen stehen Am Berg (9000 Euro) und Broicher Straße (12.000 Euro) auf dem Plan. Insgesamt wird mit Kosten in Höhe von 225.000 Euro kalkuliert.

Um also alle Projekte des Maßnahmenkatalogs 2014 umzusetzen zu können, muss der Ansatz bei den Notmaßnahmen auf alle Fälle unterschritten werden. Ein heißer Sommer wäre ganz schlecht dafür.

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