Straßenausbau verschoben: Geld wird für Energeticon benötigt

Von: Karl Stüber
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Der Flickenteppich wird noch eine Weile erhalten bleiben: Um das ehrgeizige Projekt Energeticon-Ausbau realisieren zu können, wird der Ausbau von Mühlenweg (Bild) und Schmiedstraße in Alsdorf verschoben. Foto: Karl Stüber.

Alsdorf. Was zur Euregionale 2008 nicht mehr rechtzeitig fertig gestellt werden konnte, soll nun endlich Realität werden: die „Errichtung des Energeticon”. Das hat jetzt der Stadtrat durch einen entsprechenden Beschluss bekräftigt, um die finanziellen Grundlagen zu schaffen und Vorgaben der Finanzaufsicht zu erfüllen. Allerdings wurde dafür die Sanierung von zwei Straßen zurückgestellt.

Mit der Errichtung des Energeticons ist die Erweiterung im Umfeld des mittlerweile durch Konzerte und andere Events bekannte Kerns des Ganzen, des als Veranstaltungsstätte hergerichtete Fördermaschinenhaus Eduardschacht an der Ecke Konrad-Adenauer-Allee/Herzogenrather Straße, gemeint.

Es geht um die Umsetzung des Projekts „Energielandschaft AnnA”, auch ELA geheißen, mitsamt Fördermaschnenhaus und umliegender Gebäude aus der Zeit der Bergbaus. Dort soll ein Kompetenz- und Dokumentationszentrum Energie mitsamt Kernausstellung und vielfältigen Projekten unter anderem als außerschulischer Lernort entstehen - ergänzt durch eine Haldenparkplandschaft.

Im Sog dieses Projekts hofft die Stadt Alsdorf auf die Ansiedlung entsprechender Firmen am Rande des Annageländes, etwa zu Füßen des alten Wasserturms. Ganz zu schweigen von der Nutzung des damit verbundenen touristischen Angebots dort und in der näheren Umgebung.

Während mit der EBV AG als Eigentümerin der drei Anna-Halden bezüglich des Projektbausteins Haldenparklandschaft Anna weiterhin verhandelt wird, schaffte der Stadtrat nun letzte Hürden aus dem Weg, um die gemeinnützige Gesellschaft als Träger der Gesamteinrichtung zu gründen.

Zur Deckung des direkten Finanzierungsanteils der Stadt Alsdorf in Höhe von 350.000 Euro werden gemäß Ratsbeschluss nun der Ausbau des Mühlenwegs und der Schmiedstraße bis 2014 verschoben. Sollten zum Beispiel durch Grundstücksverwertung zwischenzeitlich „außerplanmäßige Mittel” ins leere Stadtsäckel fließen, sollen beide Straßen mit der Prioritätsstufe 1 doch noch früher saniert werden.

Laut Kämmerer Günter Jansen zeige dies die ganze Dramatik der Finanzlage und die Auswirkungen der Krediteinschränkung. Während die Bezirksregierung im Zusammenhang der Finanzierung des anstehenden Kultur- und Bildungszentrums (Schulzentrum) am Langhaus bereits verlangt habe, die Maßnahmen bis ins Haushaltsjahr 2013 im Etat genau darzustellen, müsse dies nun bis zum Jahr 2014 erfolgen.

Bürgermeister Alfred Sonders hob die Bedeutung des Energeticons für die Stadtentwicklung hervor. Das Land habe bereits 4,09 Millionen Euro für die Sanierung der Energeticon-Gebäude mit verschiedenen Förderbescheiden zugesagt. Nun gehe es um die Erfüllung der Kriterien, um weitere 3,5 Millionen Euro für die Kernausstellung des Energeticon zu erhalten. Der Rat folgte dieser Auffassung.
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