Herzogenrath - Stolpersteine zum Gedenken an ermordete Juden

Stolpersteine zum Gedenken an ermordete Juden

Von: ath
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Traditionelle Klänge: Jüdische Musik von „KaleidoKlez” bildete den würdigen Rahmen für die Verlegung der Stolpersteine. Foto: Andrea Thomas

Herzogenrath. Eigentlich war es zu kalt für die Instrumente von Bärbel Ehlert und Friedhelm Lutzer, doch tapfer spielte und sang das Duo „KaleidoKlez” weiter. Die Musik mit hebräischen und jiddischen Texten bildete den würdevollen Rahmen für die Stolpersteinverlegungen, zu der zahlreiche Bürger und Schüler gekommen waren.

Der Arbeitskreis „Gegen das Vergessen” verlegte zwischen Merkstein und Kohlscheid insgesamt acht Stolpersteine zum Gedenken an im Dritten Reich ermordete Juden: in Kohlscheid für Joseph Spiegel; in Merkstein, Geilenkirchener Str. 446, für den Arzt Dr. Siegfried Jacobi, der 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert und dort umgebracht wurde. Für Wilhelm und Klara Rubens sowie ihre Töchter Edith und Ingeborg gibt es jetzt Steine vor dem Haus Kleikstraße 74. Die Eltern wurden ins Lager Majdanek deportiert, wo Klara Rubens 1942 starb. Ihr Mann galt als verschollen, Tochter Ingeborg starb im KZ Auschwitz, die Jüngere, Edith, konnte nach England emigrieren. Karl Rubens und seine Frau Hannetta Rubens-Weil, für die Stolpersteine in Pannesheide vor dem Haus Pannesheider Straße 60 verlegt wurden, fanden 1943 in Auschwitz den Tod.
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