Alsdorf - Steiniger Weg bis zum Spatenstich des Kultur- und Bildungszentrums

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Steiniger Weg bis zum Spatenstich des Kultur- und Bildungszentrums

Von: Holger Bubel
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„Dann wollen wir mal“: Zum Spaten griffen auch die Schüler. Lange genug warten mussten sie bis zum offiziellen Baubeginn „ihres“ Kubiz.
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Alle waren sie gekommen: Die Schüler von Realschule und Gymnasium hatten für die Feierstunde und den offiziellen Spatenstich von ihren Schulleitungen ein paar Freistunden erhalten. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Alle waren sie da – alle Schüler des Gymnasiums und der Realschule. Klar, um sie geht es letztendlich ja auch – jedenfalls in erster Linie. Denn wenn das Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz) auf dem Annagelände auch als „Treffpunkt für alle Alsdorferinnen und Alsdorfer“ offen stehen soll, vornehmlich wird es wohl doch ein Gebäude, in dem die beiden Schulen eine neue Heimat finden werden.

Ab 2016 soll das der Fall sein, also rund 26 Monate nach dem offiziellen Spatenstich, der am Montag mit einem kleinen feierlichen Akt im Langhaus, das in das Kubiz integriert sein wird, begangen wurde. Klein und kurz war die Feierstunde, kurz und knapp waren die Reden.

Detlef Loosz blieb in seiner Begrüßung der Gäste – zahlreiche Vertreter aus kommunaler Politik, Verwaltung und der Städteregion, die mehr oder weniger aktiv mitgewirkt hatten hin zu diesem Ereignis – gewohnt lakonisch, vergaß aber nicht, auf den schwierigen Weg hin zu diesem bedeutenden Tag für Alsdorf hinzuweisen, an dem das „größte Projekt in der Alsdorfer Stadtgeschichte“ seinen vorläufigen Höhepunkt erleben sollte: „Es war ein Kraftakt, das Projekt, wie wir es heute kennen, wahr werden zu lassen. Ein Kraftakt, den nur viele Partner gemeinsam Hand in Hand stemmen konnten“, sagte der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der GSG Grund- und Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH, die als städtische Gesellschaft von der Kommune mit dem Bau des Kubiz beauftragt ist.

Loosz erinnerte daran, dass es auch in Sachen Finanzierung und Förderung so manche Hürde zu überwinden gegeben habe: „Das konnten wir nur mit Hilfe starker Verbündeter schaffen. Und davon hatten wir Gott sei Dank eine Menge, egal ob bei der Kommunalaufsicht oder den Bewilligungsbehörden“, schickte Loosz ein Dankeschön in Richtung Bezirksregierung Köln in Person von Regierungspräsidentin Gisela Walsken, und an die Städteregion Aachen, die „uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat“.

Unterm Strich wird das Kubiz nämlich deutlich teurer als ursprünglich geplant, mittlerweile liegen die Kosten bei 40,5 Millionen Euro, bauliche Kompromisse mussten gemacht werden, um überhaupt in einem zu schulternden finanziellen Rahmen zu bleiben. Die Städteregion hatte die stellvertretende Städteregionsrätin Christiane Karl nach Alsdorf entsandt, um beim Spatenstich mit Helm und Schaufel zu Werke zu gehen.

Einen langen und steinigen Weg bis zur Kubiz-Realisierung räumte auch Bürgermeister Alfred Sonders als zweiter und letzter Redner ein: „Als ich 2009 in dieses Projekt einstieg, hatte ich mir – das gebe ich offen zu – nicht träumen lassen, dass es so schwierig und kompliziert werden würde, Mittel und Wege zu finden, um die seinerzeit erteilte Förderzusage von zwölf Millionen Euro auch in ein echtes Bauprojekt umzusetzen.“

Quartier stärken

Sonders betonte den engen Zusammenhang von Kubiz und ABBBA (Alsdorfer Bildungs-, Beratungs- und Begleitungsangebote) im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“. „Sie bilden eine Einheit, um das Quartier Alsdorf-Mitte massiv zu stärken.“ Auf das vorbereitete ausführliche Kapitel „Bedeutung des Kubiz für die Innenstadtentwicklung und weitere Maßnahmen“ verzichtete Sonders im Hinblick auf die „Belastbarkeit“ der Schüler und der für die Anwesenden anstrengenden Akustik im Langhaus . . .

Zur Tat schritten dann die Offiziellen aber auch einige Schüler, die mit weißen Helmen und Spaten der Symbolik genüge taten. Dem Vergnügen daran tat auch der einsetzende Regen keinen Abbruch, vergnügt zeigte sich auch der Schulleiter des Gymnasiums Wilfried Bock: „Seit zwölf Jahren begleite ich jetzt dieses Projekt. Das ist ein bedeutender Tag für unsere Schulen. Ich denke, man hat mit dem Kubiz eine vernünftige Lösung im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gefunden.“

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