Stauaufkommen wegen Euregiobahn: Eine Wahrnehmung ist selten objektiv

Von: hob
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Selbst in den Morgenstunden: N
Selbst in den Morgenstunden: Noch ist die Kreuzung frei. Kurz nach Schrankenöffnung an der Bahnhofstraße staut sich an der Kreuzung Würselener Straße/Kurt-Kobliz-Ring schon bald der Verkehr. Zum zweiten Mal müssen die Autofahrer hier lange warten. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Die älteren unter den Mitgliedern im Hauptausschuss - und das ist die überwiegende Zahl - erinnern sich noch gut an die alte „Glück auf”-Schranke zu „Kull”-Zeiten: Da hatte man nämlich „Glück”, wenn die Schranke mal „auf” und wegen des Rangierbetriebes nicht geschlossen war.

„Zehn bis 15 Minuten Wartezeit vor der Schranke waren damals doch Standard. Jetzt mit den paar Minuten ist das doch nicht so dramatisch”, erinnerte Horst-Dieter Heidenreich von den Grünen an damals.

Vielmehr müsse nach Ansicht Heidenreichs an den Kreisverkehren zum Wohle von Fußgängern und Radfahrern (Optimierung und Verbreiterung der Radwege, optische Aufwertung der Zebrastreifen) aber auch der Autofahrer (Behebung mangelnder Straßeneinsicht wegen Verkehrsschildern und Verteilerkasten) nachjustiert werden.

Derzeit, klärte Thomas Fürpeil, Geschäftsführer der Euregio-Verkehrsschienennetzgesellschaft (EVS), den Hauptausschuss auf, seien es 180 bis 200 Sekunden, die Autofahrer und Fußgänger warten müssten, bis sie ihren Weg fortsetzen könnten.

Ein Preis, der durchaus zahlbar sein sollte, wolle man einen innerstättischen Verkehr auf Schienen. Schließlich stelle Alsdorf mit zehn Bahnübergängen auf einer 3,4 Kilometer langen Strecke - ohne die Beschrankung in Busch - eine Herausforderung dar, was optimale Zeitabläufe und Sicherheitsaspekte anbelange.

Doch eine Wahrnehmung ist selten objektiv, sondern eben überwiegend sehr subjektiv. Auch die der Ausschussmitglieder. Selbst Heinrich Plum (SPD), das mit jahrelanger Erfahrung als Busfahrer ausgestattete Mitglied, das von Berufs wegen eigentlich mit stoischer Gelassenheit gesegnet sein sollte, gestand ein „Unruhegefühl” beim Bahnschrankenverharren.

Allein: Geduld wird auch weiterhin oberstes Gebot beim Passieren dieses Verkehrskonotenpunktes zu Bahnzeiten sein. Wohl kaum wird sich die Situation verbessern, rollen die Züge erst in beide Richtungen nach Ringschluss. Immerhin sieht der Ausschuss Möglichkeiten zum besseren Verkehrsfluss an der Kreuzung Würselener Straße/Kurt-Koblitz-Ring.

Dort staut sich nach Öffnen der Schranke der abfließende Verkehr wegen einer nicht ausreichenden Grünphase für Rechtsabbieger von der Würselener Straße auf den Ring Richtung Birk nämlich deutlich. Eine Verlängerung der Grünphase dort könne Abhilfe schaffen, schlug Franz Brandt (CDU) vor.

Heinrich Plum teilte dem Ausschuss mit, dass bereits ein Antrag des SPD-Ortsvereins Kellersberg mit diesem Vorschlag gestellt worden sei. So könnte die Grünphase für Linksabbieger vom Kurt-Kobliz-Ring in die Würselener Straße mit dem Rechtsabbiegerverkehr in umgekehrter Richtung gleichgeschaltet werden, erläuterte Verkehrsexperte Plum.

Die Angelegenheit wurde mit einstimmigem Beschluss an den Ausschuss für Stadtentwicklung weitergegeben.
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