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Stadtgespräch: Alsdorf will sein Negativ-Image ablegen

Von: Holger Bubel
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Ergriff dann doch das Wort auf Nachfrage von Moderator Karl Stüber (2.v.re.): Bürgermeister Alfred Sonders (re.). Die Referenten (v. li.) Prof. em. Gerhard Curdes, 1. Beigeordneter Ralf Kahlen, NRW.Urban-Projektmanager Christoph Kemperdick sowie Unternehmer Leo Stürz sehen die Zukunft Alsdorfs gar nicht düster. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Nach mehr als zwei Stunden im Seminarraum der Stadthalle war vor allem eins zu spüren: Aufbruchstimmung.

Zu den ersten Alsdorfer Stadtgesprächen unter dem Leitgedanken „Das neue Alsdorf - Mehr Profil und Selbstbewusstsein”, initiiert vom Verein Stadtmarketing Alsdorf und dieser Zeitung, waren neben den geladenen Referenten auch über 100 Bürger, Geschäftsleute, Anwohner der Innenstadt, Kommunalpolitiker und Vertreter der Verwaltung gekommen.

Moderiert wurde das Stadtgespräch von Elke Graf, Geschäftsführerin des Vereins Stadtmarketing, und dem Redakteur dieser Zeitung, Karl Stüber.

„Heute Abend wollen wir einmal Leute zu Wort kommen lassen, deren Meinung und Rat es auch wert sind, gehört zu werden”, begrüßte Karl Stüber den emeritierten Professor für Städtebau und Landesplanung an der RWTH Aachen, Gerhard Curdes, den Geschäftsführer der Stadtmarketing Bocholt GmbH & Co. KG, Ludger Diekhues, den 1. Beigeordneten der Stadt Alsdorf Ralf Kahlen, den Projektmanager von NRW.Urban, Christoph Kemperdick, sowie den Unternehmer und Geschäftsführer des Cinetowers Alsdorf, Leo Stürz.

Aus dem rund 170 Kilometer entfernten Bocholt angereist, ließ Ludger Diekhues gleich zu Beginn seines Vortrags aufhorchen. Seine Kernaussage: Kaufmannschaft, Verwaltung und Eigentümer müssen in einem Boot sitzen und gemeinsam rudern, um das Ziel, die Attraktivierung der Innenstadt, zu erreichen.

Professor Curdes ermutigte die Verantwortlichen der Stadt Alsdorf dazu, ihren Weg auf dem Anna-Gelände konsequent weiter zu gehen. „Viele Potentiale”, betonte Curdes „sind in Alsdorf noch gar nicht ausgeschöpft worden.”

Das bestätigte NRW.Urban-Projektmanager Christoph Kemperdick. Sei die Wohnbebauung dort auch zur Zufriedenheit verlaufen, sei dies im gewerblichen Bereich schwieriger. Vom Energeticon-Projekt und dem Bau des Schulzentrums erhofft sich der Projektmanager jedoch eine Anschubwirkung.

„Positive Signale aus Köln und Düsseldorf” hat diesbezüglich 1. Beigeordneter Ralf Kahlen festgestellt. Und noch etwas stellte er auf Nachfrage von Karl Stüber in Aussicht: Die probeweise Schließung der Bahnhofstraße für den Fahrzeugverkehr. „Wenn es der Wille der dort ansässigen Geschäftsleute ist - warum nicht? Einen Versuch wäre es wert.”

Konkrete Vorschläge zur Attraktivierung der Stadt hatte Leo Stürz an diesem Abend mitgebracht. In Planung, aber noch nicht ausgereift, ist die Idee, einen Kinotag zu etablieren. Besucher der Innenstadt können dabei bei den Einzelhändlern Punkte sammeln, die zu einem kostenlosen Kinobesuch berechtigen.
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