St. Sebastian: Kein Wunschkonzert, aber tragfähige Lösung

Von: ath
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Würselen. Allen Menschen recht getan, ist bekanntlich eine unlösbare Aufgabe. Das war auch dem Pastoralteam von St. Sebastian klar, als es sich daran machte, eine Gottesdienstordnung für die Großpfarrei zu erstellen.

Es galt die Wünsche der Messbesucher und Traditionen in den einzelnen Gemeinden zu berücksichtigen, aber auch die Möglichkeiten des vorhandenen Personals an Priestern, Gemeindereferenten, Organisten und Küstern. Dazu kamen noch die vielen Ehrenamtlichen, die zum Gelingen der Gottesdienste beitragen.

„Ich sage nicht, dass wir die optimale Lösung gefunden haben. Wir sind eben nicht mehr bei ?Wünsch dir was”, erklärt Pfarrer Rainer Gattys. Das sei auch ein Lernprozess für alle in den Gemeinden. Insgesamt haben alle Beteiligten jedoch einen Plan entwickelt, weit mehr ist als ein Kompromiss. Eine wichtige Vorgabe sei gewesen, so Gemeindereferent Thomas Krieger, alle acht Kirchen gleichberechtigt einzubeziehen.

So gibt es in jeder Kirche weiterhin einen Sonntagsgottesdienst, jeweils dreimal im Monat eine Messe und einmal einen Wortgottesdienst mit Kommunion. Den möchte Rainer Gattys nicht als „Lückenfüller” betrachtet sehen, sondern als eigenständiges Regelangebot. Das habe auch etwas mit Wertschätzung der Laien zu tun, die diese Gottesdienste leiten und gestalten. „Eucharestie ist eben nicht mehr permanent verfügbar.”

Das sonntägliche Gottesdienstangebot in Würselen bleibt auch weiter vielfältig. Neben der Kinderkirche als feste Einrichtung in St. Sebastian, wird es jeden Sonntag in einer Kirche eine Familienmesse geben. Außerdem fänden nicht nur in den Kirchen der Pfarrgemeinde am Wochenende Gottesdienste statt. „Es gibt daneben noch die Messen im Kloster in Broich, in den Krankenhauskapellen und den Altenheimen”, ergänzt Thomas Krieger.

Ab Pfingsten gültig

Neu ist, dass ab Pfingsten, wenn die neue Gottesdienstordnung in Kraft tritt, in St. Sebastian auch eine Messe am Sonntagabend stattfinden wird. Hintergrund ist, den Sonntag für die Priester etwas zu entzerren. „Drei Gottesdienste hintereinander, da wissen sie nicht mehr, wer sie sind”, erklärt Pfarrer Gattys. So sei der Nachmittag dazwischen frei. Für die Organisten heißt das, einmal im Monat einen Sonntag opfern zu müssen. Anders sei es nicht machbar, da ein wichtiger Aspekt einer vernünftigen Gottesdienstordnung auch die gleich bleibend hohe Qualität der Kirchenmusik sei. Sonst habe man doch wieder Gottesdienste unterschiedlicher Kategorie.

Getauft wird zukünftig immer samstags 16 Uhr. Für Hochzeiten und Goldhochzeiten werden drei Termine angeboten, freitags 17 Uhr, samstags 11 und 14.30 Uhr. Sowohl Taufen, als auch Trauungen und Beerdigungen finden weiterhin in allen Kirchen statt.

Dieser Plan lasse sich auch mit zwei der zur Verfügung stehenden drei Priestern und ohne Aushilfen umsetzen, was ihnen wichtig gewesen sei, um bei Urlaub oder Krankheit nicht wieder alles ändern zu müssen, wie Pfarrer Gattys betont: kein Wunschkonzert, aber eine tragfähige Lösung.

Die Gottesdienstzeiten im Überblick: St. Balbina, Samstag 17 Uhr, St. Marien, Samstag, 18.30 Uhr, St. Nikolaus, Samstag, 18 Uhr, St. Willibrord, Sonntag, 9 Uhr, St. Lucia, Sonntag, 10 Uhr, St. Pius X, Sonntag, 11.30 Uhr, St. Peter und Paul, Sonntag, 11.30 Uhr, St. Sebastian, Sonntag, 10 und 18 Uhr.
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