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St.-Andreas-Kindergarten darf sich „Haus der kleinen Forscher“ nennen

Von: Stefan Schaum
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Hoch die Gläser – aber nicht zum Anstoßen: Was hier im Glas schwimmt, sind Gummibärchen, die noch mächtig aufquellen. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Wer fleißig forschen will, muss nicht unbedingt ein großes Labor haben. Ein paar Marmeladengläser, Strohhalme, Gummibärchen und ein wenig Seifenlauge reichen völlig aus. Damit lassen sich feine Experimente machen, wie die 95 Kinder des St.-Andreas-Kindergartens in Setterich seit einigen Monaten wissen. Im Tüfteln sind sie nämlich groß, und dafür gab es jetzt ein Zertifikat. Offiziell darf ihre Kita sich nun „Haus der kleinen Forscher“ nennen.

Bei einer Feierstunde in der Kita hat Stephanie Over vom Bildungsbüro der Städteregion Aachen die Plakette überreicht, die künftig neben der Tür hängen und signalisieren soll, dass Naturwissenschaften hier eine große Rolle spielen. Seit 2011 ist die Städteregion ein so genannter „Knotenpunkt“ im bundesweiten Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“. In Baesweiler sei die Settericher Kita die erste, die sich seitdem mit der Plakette schmücken darf, sagte Over.

Die Erzieherinnen Marlen Bahr und Sabine Lenzen hatten sich zu Projektbegleiterinnen fortbilden lassen. Seitdem wecken sie spielerisch den Forscherdrang der Kinder. Zerrupfen mit ihnen Pampers-Windel und schauen, wie saugfähig die darin enthaltene Watte ist. Werfen Gummibärchen in Wassergläser und beobachten, wie die Gelatine-Masse ordentlich aufquellt. Oder sie tauchen Strohhalme in Bottiche mit Seifenlauge und lassen durch Pusten gewaltige Blasenberge entstehen. Viele Aha-Erlebnisse für die Kinder, die ihnen den späteren Physikunterricht in der Schule womöglich schmackhafter machen.

Täglich können die Kinder forschen, denn teuer ist das nicht. Marlen Bahr: „Bei uns ist alles Low-Budget. Da reichen ganz normale Dinge aus dem Haushalt.“ Wie die Oberflächenspannung des Wassers aussieht, können Kinder schon beobachten, indem sie immer mehr Wasser in einem umgedrehten Marmeladenglas-Deckel hineinlaufen lassen. Ganz einfach – aber spannend. „Ich finde es toll, dass ihr so viel Spaß am Forschen habt“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Burghardt bei seinem Besuch. Und diesen Spaß soll es auch künftig geben.

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