Sportplatz weicht Reihenhäusern

Von: mabie
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Der alte Ruifer Sportplatz: Die schon länger nicht mehr genutzte Hartplatzanlage wird zu einem Baugebiet.

Herzogenrath. Kokowall und Kleingärten ersetzen künftig Stadionwurst und Spielzüge, wenn die im Bau- und Verkehrsausschuss durchgewunkenen Planungen für den alten Ruifer Sportplatz umgesetzt werden. Denn die schon länger nicht mehr offiziell genutzte Hartplatzanlage wird zu einem Baugebiet mit 16 Reihenhäusern.

Dazu muss der ausdrücklich nicht als belastet gekennzeichnete Aschen- oder Tennenplatz rund 20 Zentimeter tief abgetragen werden. Ingenieur Josef Brendt aus Geilenkirchen stellte die kommende Straßenbauplanung vor, die direkt an den großen Parkplatz des Schulzentrums anschließen wird. Dadurch wird sich die dortige Zu- und Abfahrtsituation natürlich verändern. So fallen die alten als Einbahnstraße genutzten Stichwege weg. Dafür wird der Abzweig vor der Schranke zu den Schulen erweitert, um Verkehr in beiden Richtungen zu ermöglichen. Von einer neuen Erschließungsstraße mit fünf bis acht Metern Breite aus, die parallel zu den bisher am Rand des Parkplatzes befindlichen Stellflächen verläuft, gibt es dann zwei kurze Stichstraßen, die ins Baugebiet ragen. Parkflächen innerhalb des „Ruifer Straße“ genannten Baugebietes gibt es auch, neun mit Rasengittersteinen unterlegte Stellplätze sind im Plan zu sehen.

Die Entwässerung findet über ein getrenntes System statt, hier machen sich die Planer für das Regenwasser die räumliche Nähe zum Regenrückhaltebecken zunutze. Interessant dürfte auch die neue Lärmschutzwand in Richtung Parkplatz, Bardenberger Straße und zur Einmündung in Richtung Schulzentrum werden. Dort wird eine „Kokowall“ genannte Konstruktion verwendet, die auf tragende Betonelemente mit Kunststoffpfosten und stählernen Rahmen samt einer Art Kokosmatte als Material setzt. „Nach außen sieht das Ganze aus wie eine Kokoswand“, freut sich der Ingenieur auf den kommenden Anblick. Der soll im Übrigen lange erhalten bleiben, so warb der Ingenieur für eine dauerhafte, feuerfeste wie graffitiunfreundliche Oberfläche der Wand. Durch die Konstruktion mit Pfosten im Abstand von bis zu 3,50 Metern wirkt die rund 200.000 Euro teure Lärmschutzwand freitragend.

Die Wand ist damit der zweitgrößte Kostenfaktor in der Kalkulation, mit 225.000 Euro sind die Straßenbauarbeiten angesetzt, für Kanalarbeiten sind 125.000 Euro vorgesehen und die Entfernung des alten Tennenbelages steuert noch einmal 25.000 Euro zu den Gesamtkosten von insgesamt 575.000 Euro hinzu. Die Gehwege bleiben den Menschen, die den früheren Hartplatz gerne als Abkürzung zu den nahen Wohnanlagen nutzen, übrigens in Richtung Bardenberger Straße und Verkehrsübungsplatz erhalten. Erhalten bleiben auch die Verkehrsberuhigung, die Schutzräume für den teils sehr alten Baumbestand und die Ampelregelung zur Bardenberger Straße. Diese werde, wie Gerhard Neitzke von der SPD einwarf, erst dann angegangen, wenn das Planfeststellungsverfahren zur überarbeiteten L223 steht.

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