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Sportentwicklungsplan: Debatte um Hallengebühren und Kunstrasen startet

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:
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Gute Bedingungen für Sport und Spiel: Der Sportentwicklungsplan befürwortet das Anlegen von Kunstrasenplätzen in Würselen. Foto: ddp

Würselen. Der Ausschuss für Sport und Kultur hat die Sportentwicklungsplanung, wie sie vom Institut für Sportökonomie und Sportmanagement der Deutschen Sporthochschule Köln in der Regie von Professor Dr. Christoph Breuer auf 135 Seiten entwickelt worden ist, dem Rat „zur Kenntnisnahme” überstellt.

Doch bevor sie dort zur weiteren Beschlussfassung landen wird, wird die Verwaltung ihre Hausaufgaben machen müssen. Auf der Grundlage der von Professor Dr. Christoph Breuer und seines Mitarbeiters Rolf Meier in der Sitzung vorgestellten Planung soll sie eine Maßnahmenkatalog erstellen, und zwar vor dem Hintergrund der aktuellen desolaten finanziellen Haushaltslage.

Die Sprecher der Fraktionen legten Wert darauf, dass der Stadtsportverband (SSV) und die Vereine bei der Erstellung des Maßnahmenkatalogs mit ins Boot genommen werden. Angesichts dieser Forderung war es bedauerlich, dass die Repräsentanten des SSV nicht als beratende Mitglieder mit am Tisch saßen. Sie mussten mit der Tribüne vorlieb nehmen. Das soll sich - sagt Vorsitzender Hans-Josef Bülles - ändern, sobald die Reform der Ausschussarbeit abgeschlossen ist.

Dem Ausschuss veranschaulichte Professor Breuer, „dass der Sport in Würselen künftig mehr noch als bisher außerhalb von klassischen Sportstätten stattfinden wird”. Die mit den „Sportaktiven” in den verschiedenen Veranstaltungen entwickelten Handlungsempfehlungen wurden, wie Rolf Meier darstellte, in fünf Entwicklungsschwerpunkte zusammengefasst. Dabei gehe es um die Förderung eines pluralen Sport- und Freizeitangebots sowie um die Unterstützung und Förderung der Zusammenarbeit und Weiterentwicklung der Sportvereine, die auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Sportgeschehen der Stadt spielen würden.

Die Rolle des SSV müsse gestärkt werden. Auszubauen sei die Kommunikation unter den „Sportaktiven”. Schließlich redete Meier der Optimierung der Nutzung der Sportstätten das Wort. Die so angestrebte Entwicklung habe ein Sportnetzwerk Würselen, aber auch die Entwicklung von Sportförderrichtlinien zum Ziel. Periodisch überprüft werden müsse Effizienz und Effektivität der Sportförderung.

Dass auch an die unbequemen Themen der Sportförderung herangegangen werden müsse, daran ließ Professor Breuer keine Zweifel aufkommen. Er bekannte sich zur Einführung von Nutzungsgebühren, die über die Sportförderung wieder zurück an den organisierten Sport fließen werden. Breuer bezog bei der Optimierung der Auslastung Kontrollen über Belegungsbücher ein und schlug die Einführung eines Bonus-Malus-Systems vor. Die Sportstätten müssten so umgebaut werden, dass sie intensiver als bisher genutzt werden können. Dabei brachte Breuer auch Kunstrasenplätze mit ins Spiel, womit er dem FDP-Sprecher Markus Carduck aus der Seele sprach.

Dem Sportausschuss war sehr wohl klar, dass auf Politik und Verwaltung sowie auf die Vereine eine Menge Arbeit zukommen wird, wenn die Sportentwicklungsplanung in absehbarer Zeit in einigen Teilen in die Realität umgesetzt werden soll. Das ging aus den kurzen Äußerungen hervor, die die Sprecher der fünf Fraktionen abgaben. Es solle zwar nichts übers Knie gebrochen, aber auch nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden. Vorsitzender Bülles: „Wenn wir im Herbst konkrete Beschlüsse fassen können, dann sind wir ein gutes Stück vorangekommen!”
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