Sport, Spiel, Spannung und auch reichlich Spaß

Von: Daniel Gerhards
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Freude über einen tollen Teil
Freude über einen tollen Teilnehmerrekord: Beim Handballcamp der Handballgemeinschaft Würselen machen 67 Kinder mit. Foto: Daniel Gerhards

Würselen. Richtig was los ist in der Sporthalle an der Parkstraße. Kinder dribbeln, passen und werfen die bunten Handbälle in Richtung Tor. 67 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahren verbringen ihre Ferien derzeit im Handballcamp der Handballspielgemeinschaft Würselen (HSG).

Das Konzept ist nicht nur wegen des Teilnehmerrekords in diesem Jahr ein echtes Erfolgsmodell. Der Verein führt damit Kinder an den Sport heran und sorgt dafür, dass sie ihre Freizeit sportlich verbringen, anstatt zuhause vor dem Fernseher oder der Konsole zu sitzen. Entstanden ist die Idee vor etwa zehn Jahren.

Damals hatte der Sportliche Leiter der Handballabteilung von Westwacht Weiden, Ernst Kuck, die Idee zum Handballcamp. „Wir wollten das einfach mal ausprobieren. Das hat allen viel Spaß gemacht, den Kindern und den Trainern”, erklärt Jürgen Bayer, Geschäftsführer Handball bei der Westwacht.

Heute wird das Camp von der HSG, zu der auch die DJK Westwacht gehört, organisiert. „Das gehört für uns mittlerweile zum normalen Jahresalltag. Wir freuen uns immer wieder sehr darauf”, sagt Jürgen Bayer.

Dabei legen die Trainer Wert darauf, dass nicht bloß handballtechnische Dinge vermittelt werden. „Es geht nicht ausschließlich um Handball. Bewegung und Sport im Allgemeinen und Gemeinschaftssinn werden durch das Angebot gefördert”, erklärt Peter Kremer, Pressesprecher von Westwacht Weiden.

Derweil trainiert Josef Kuck, Vorsitzender der Westwacht, eine Gruppe der ganz jungen Teilnehmer. „Der spielerische Zugang ist ganz wichtig”, erklärt Kuck. „Die Kinder lernen sehr schnell, den Ball zu fangen, zu passen und ein Gefühl für das Werfen zu bekommen.”

Durch das Fangen, Prellen, Werfen, Vorwärts- und Rückwärtslaufen wird die Koordination der Kinder geschult. Das beobachtet Günter Kuckelkorn, Vorsitzender des Würselener Stadtsportverbands, beeindruckt.

„Das ist wirklich ein Vorzeigeprojekt. Es wäre schön, wenn das von anderen Vereinen nachgeahmt würde”, sagt Kuckelkorn. Er weiß, dass es in vielen Vereinen an der Bereitschaft ehrenamtlicher Helfer mangelt. „Es würde mich freuen, wenn sich noch mehr Menschen finden würden, die so etwas unterstützen.”

Beim Handballcamp ist die Unterstützung der Eltern derweil groß. Das tägliche Mittagessen bereiten sie selber zu. „Die Kinder freuen sich richtig hier gemeinsam essen zu können”, erklärt Kremer. „Auch die älteren wollen gar nicht direkt nach dem Training nach Hause. Sie wollen noch etwas Zeit in der Gemeinschaft verbringen.”

Wegen all der positiven Effekte konnten die Organisatoren des Camps einen Sponsor gewinnen. Die Krankenkasse „ALP-Plus” unterstützt das Camp finanziell. Denn jedes sechste Kind in der Städteregion sei übergewichtig. Angesichts solcher Zahlen sei Sport die beste Prävention, erklärt „ALP-Plus”-Vorstand Josef Alt.

Die Kinder selber denken, während sie rennen und spielen, nicht an Prävention, aber vielleicht treiben einige der Kinder schon bald Sport in einem Verein.
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