Spendenmarathon der Pfarre St. Willibrord: Allzeitrekord knapp verfehlt

Von: Yannick Longerich
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Tolle Bilanz: Freude herrschte bei Gemeindereferent Mario Hellebrandt (4.v.r.), Heribert Lenzen (3.v.r.) und Gaby Bayer-Ortmanns (r.) aus St. Willibrord sowie Wilfried Hammers (3.v.l.), Andrea Käfer (4.v.l.) und Werner Wilfing (2.v.r.) vom „Patchwork. Chantal Wolkenaer (2.v.l.), Kinderheim Merkstein, betreute die Läufer. Foto: Longerich

Herzogenrath. Ein überaus positives Fazit zogen die Verantwortlichen nach einem buchstäblich schweißtreibenden Spendenmarathon. Auch wenn der Allzeitrekord nur knapp verfehlt wurde – das Läufer-Team der Pfarre St. Willibrord Merkstein brachte durch sein erneutes Gastspiel beim Aachener Solidaritätslauf stolze 1227,20 Euro zusammen.

Frei nach dem Veranstaltungsmotto „Fifty – Fifty“ wurde nun dem Merksteiner Gebrauchtwarenkaufhaus „Patchwork“ die Hälfte der Einnahmen übergeben.

Der Aachener Solidaritätslauf zu Gunsten von Menschen ohne Arbeit spendet traditionell die Hälfte seiner Erlöse an regionale Ausbildungs- und Qualifizierungsprojekte für Langzeiterwerbslose sowie an die Arbeitslosenarbeit des Bistums. Die andere Hälfte wird von den teilnehmenden Teams an eigene Projekte weitergegeben.

Seit 2011 stellt St. Willibrord jährlich eine eigene Delegation für den „Soli-Lauf“. Für die 2017er Ausgabe wurden in Kooperation mit dem Kinderheim St. Hermann-Josef in Merkstein insgesamt 27 „Kilometerfresser“ mobilisiert. „Jeder Teilnehmer hat sich im Vorfeld auf die Suche nach Sponsoren gemacht. Diese erklärten sich bereit, entweder einen Festbetrag zu spenden, oder jeden einzelnen gelaufenen Kilometer zu sponsern“, erklärt Erzieherin Chantal Wolke-naer.

24 Kinder von St. Hermann-Josef machten sich Ende dann auf zum Start in der Aachener Innenstadt. Zusammen mit ihrer Betreuerin sowie den Mitstreitern von St. Willibrord wurden auf schwierigem Terrain – die Strecke bestand fast ausschließlich aus Kopfsteinpflaster – Kilometer um Kilometer zurückgelegt. Vom Marktplatz ging es unter anderem über die Jakobsstraße zum Münsterplatz und im Bogen wieder zurück.

Wilfried Hammers, Vorsitzender des Fördervereins für Arbeit, Umwelt und Kultur in der Region Aachen und selbst als Läufer aktiv, sowie Werner Wilfing, Kaufhausleiter im Patchwork, haben für die Zukunft feste Ziele, die mit dem Erlös vom Soli-Lauf gefördert werden können. Unter anderem in Kooperation mit der Universität Trier und der RWTH Aachen werden sogenannte „Upcycling-Projekte“ auf die Beine gestellt. Hierbei werden Waren- und Wertstoffströme in der Industrie ins Auge gefasst und effizient genutzt. Beispielsweise werden Stoffreste aus einer Fertigung für Bürostühle für die Fertigung von „Anti-Stress-Bällen“ verwendet.

Vom Engagement der St. Willibrorder waren Hammers und Wilfing sowie Andrea Käfer, Geschäftsführerin des Fördervereins, sichtlich angetan. „Es ist nicht selbstverständlich, dass die Pfarre uns in dieser Beziehung so lange die Treue hält. Die tolle Atmosphäre beim Event sowie der große Spaß, den vor allem die Kinder hatten, ist einfach eine tolle Sache“, freute sich Käfer.

Und Hammers fügte hinzu: „Durch die eigenen Trikots wird das Patchwork auch außerhalb von Merkstein immer bekannter. Der Werbeeffekt für unsere Sache ist unbezahlbar.“

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